1-jähriges Kirchenjubiläum im Caritas-Seniorenzentrum St. Otto auf der Kolpingshöhe

Am 03.03.2023 segnete der damalige Weihbischof Herwig Gössl dieses Caritas- Seniorenheim mit Kapelle.
Dieser Neubeginn war mit einem Abschied verbunden, den viele Ehren- und Hauptamtliche in der Gemeinde verkraften mussten. „Das Alte ist vergangenen. Neues geworden. Seht ihr es nicht?“ An den Übergängen und Knotenpunkten des Lebens können wir nicht immer schon das Neue sehen. Zu groß ist der Schmerz über den Verlust, zu gering die Kraft zum Loslassen, zu träge die Augen in die Ferne zu sehen. Und doch heißt es, immer wieder neu aufzubrechen und vertrauensvoll in die Zukunft zu gehen, miteinander und füreinander, wenngleich wir nicht wissen, wie sie genau aussehen wird. Wir sind vielfach den Emmausjüngern gleich auf dem Weg, und ahnen und erhoffen, dass ER – Jesus Christus - bei uns ist. Vergelt`s Gott allen, die diesen Weg mitgegangen sind und weiterhin mitgehen werden. Vergelt`s Gott für alles Engagement!
Für mich war dieser Neubeginn in dieser Kapelle eine Art Auferstehungserfahrung: „Seht Gottes Zelt auf Erden! Verborgen ist er da; in menschliche Gebärden bleibt er den Menschen nah.“ Das Zelt Gottes auf Erden zeichnet sich nicht aus durch Größe, Reichtum und Macht. Diese veränderte Wirklichkeit ist sicherlich nicht für alle einfach, aber sie führt uns in einer neuen Haltung von Bescheidenheit und Einfachheit zum Wesentlichen: Jesus Christus.
Herr Albert Ultsch, der Künstler, hat diese Mitte hier vorne zum Ausdruck gebracht. Er schreibt: „Das Bild setzt sich aus einem römischen Kreuz und einer kreisrunden Scheibe zusammen. Es ist in Altarwand vorgesetzten Scheibe eingebettet und teilt diese in vier gleiche Kreisausschnitte. Auf der Rückseite des aus Acrylglas gearbeiteten Kreuzes ist eine Blattvergoldung aufgebracht. Durch den Kontrast des Goldes zur rot gestalteten Kreisoberfläche strahlt das Zeichen Kraft und Herrlichkeit aus. So ist es als Zeichen des Heils zu verstehen und kann Hoffnung in einer dunklen Zeit wecken. Das Rot der Scheibe weist auf die Güte und auf eine, dem Menschen von Gott geschenkten Liebe hin. Zart und unvermittelt tauchen im Rot kleine, ovale Formen auf, die einem Muster gleichen. Es sind nicht nur Abdrücke der Nächstenliebe, sondern erzählen auch von einem Leben, das wir täglich in Fülle von Gott geschenkt bekommen, das Zuversicht und Freude vermitteln kann.“
Die erste Wegetappe ist geschafft. Es macht Freude hier in diesem Caritas-Seniorenzentrum zu sein. Diese Freude und innere Erfüllung wünsche ich allen Jung und Alt, die sich einander begegnen, stützen und stärken: miteinander und füreinander.