Ansprache und Segensgebet

25 Jahre im Dienst der Diözese Bamberg, gleichzeitig 25 Jahre im Dienst der Pfarrei. Das ist eine wirklich eine anerkennenswerte Leistung, zumal Sie in all den Jahren vielen Veränderungenprozesse in Familie, Kirche und Gesellschaft unterworfen waren. Ich erinnere nur an die zahlreichen Chefs und Dienstvorgesetzten: Pfarrer Kräck, Pfarrer Fiedler, Pfarrer Wiedow.
In dieser Zeit gab es zwei große Strukturreformen im Erzbistum Bamberg: Das Berufsbild einer Gemeindereferentin bleibt davon nicht unberührt, weil sich auch das Verständnis von Kirchengemeinde im Miteinander und Füreinander von Pfarreien im Kontext größer werdenden Seelsorgereiche neu definiert und dabei viele weitere Kompetenzen erforderlich sind und abgerufen werden.
Wir freuen uns über Ihr Jubiläum und wir freuen uns über ihren Dienst in der Pfarrei und im Seelsorgebereich Hofer Land als Gemeindereferentin, Präventionsschutzbeauftragte und Ansprechpartnerin für die Ökumene. In diesen ganz unterschiedlichen Funktionen schätzen wir Ihre Arbeit sehr!
Den pastoralen Mitarbeitern haben Sie ein Bild geschenkt. Man könnte es kurz so beschreiben: aus einem Steinboden, der eine kreuzesförmige Fuge zeigt, wächst ein kleines Pflänzchen. Ich habe lange über die Bedeutung nachgedacht. Seelsorge und Katechese sind manchmal so unscheinbar, Erfolg nicht garantiert, geschweige denn offensichtlich, auch harte Arbeit; und dann tut sich etwas auf – Hoffnung wächst: automatisch, wie von selbst – zur Ehre Gottes und den Menschen zur Freude. Vergessen wir nie – bei all dem was wir tun- gerade in der Reduzierung unseres Personals und unserer finanziellen Spielräume: „Im Kleinen lebt die Größe!“ „Im Kleinen lebt die Freude!“ „Im Kleinen lebt das Leben!“ Das kleine Stück Brot, das Sie mit Freude freigebig und gläubig austeilen und verehren, erinnert uns daran, dass wir im Dienst Jesu Christi stehen, der gekommen ist, zu suchen und zu finden, was verloren ist. Wenn wir dieses kleine Stück Brot, den gebrochenen Leib, in die Hand eines Menschen legen und das Wort Gottes in das Herz eines Menschen, dann geschieht – vergleichbar mit einem Samen- etwas Neues, Geheimnisvolles, Wunderbares im Menschen selbst. Darauf dürfen Sie immer hoffnungsvoll vertrauen, auch weiterhin in Ihrem Dienst!
Sie leben Ihre Berufung überzeugend, zuverlässig und treu. Ohne eine Gemeindereferentin wie Sie wird es für einen Pfarrer sehr eng und schwierig: Unser Miteinander ist ein Spiegelbild, wie allgemeines und besonders Priestertum ineinander verzahnt und aufeinander angewiesen ist, damit etwas hoffnungsvoll wächst: Zum Aufbau des Leibes Christi. Vergelt`s Gott für alles, für Ihre Menschlichkeit und ihr Christsein und Ihren Dienst in den uns anvertrauten Gemeinden. Ein großes Dankeschön an Ihre Familie, Ihren Mann, ihre Kinder, für ihr geduldiges Mitgehen und Mittragen und Aushalten. Ohne Familie, die einen immer wieder den Rücken stärkt, geht dieser Dienst nicht.
SEGENSGEBET FÜR GEMEINDEREFERENTIN MECHTHILD FRÖH
Heiliger Gott, du sendest deine Jüngerinnen und Jünger in alle Welt.
Durch die Taufe sind wir als Gottes Kinder hineingenommen in die Gemeinschaft der Kirche.
Wir danken dir, dass du Frauen und Männer rufst, dein Wort in Tat und Wort zu verkünden und Menschen zum Glauben an dich zu führen.
Wir danken dir für 25 Jahre treuen Dienst von Gemeindereferentin Mechthild Fröh im Erzbistum Bamberg und in deiner Pfarrgemeinde.
Wir bitten dich:
Möge der Zauber des Anfangs sie weiter beflügeln.
Mögen ihre Wege sie weiterführen im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe.
Mögen Geduld, Kraft und Mut mit ihr sein.
Mögen Erkenntnisse und neue Erfahrungen in Beruf und Familie sie reich beschenken.
Möge Sie weiterhin Freude finden an den Begegnungen mit dir und den Mitmenschen.
Dazu segne, beschütze und begleite sie der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der heilige Geist.
Amen.