Beginn der österlichen Bußzeit

In vielen Kirchen des Seelsorgebereiches „Hofer-Land“ fanden Gottesdienste statt.
Mit dem Aschermittwoch beginnen die vierzig Tage der Vorbereitung auf die Feier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi. Diese österliche Bußzeit will die Christen dazu anleiten das eigene Leben zu überdenken und –wo nötig- die Weichen neu zu stellen.
Die Fastenzeit konfrontiert uns mit unseren Schwächen, mit Versagen und Schuld, damit wir erkennen, wo wir einen neuen Anfang setzen sollen. Ihren tiefsten Sinn erhält die Fastenzeit von Ostern her. Sie richtet den Blick auf die Passion Jesu, der uns durch sein Leiden und Sterben befreit hat.
Im Tagesgebet am Aschermittwoch heißt es: „Getreuer Gott, im Vertrauen auf dich beginnen wir die vierzig Tage der Umkehr und Buße. Gib uns die Kraft zu christlicher Zucht, damit wir dem Bösen absagen und mit Entschiedenheit das Gute tun.“ Die Wortwurzel von „Zucht" kommt vom „ziehen“. Richtig verstandene „christliche Zucht“ ist die Bereitschaft sich von Gott ziehen, anziehen und leiten zu lassen. Die österliche Bußzeit ist eine überaus wertvolle Zeit der Gnade. Als äußeres Zeichen wird das Aschenkreuz gespendet. Der Priester oder der Gottesdienstbeauftragte spricht: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ Oder „Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“ Das Zeichen der Asche mahnt uns an die notwendige Läuterung und an die Vergänglichkeit des Lebens. Der Aschermittwoch stellt uns auf einen Weg nach Ostern, der uns bewusst macht, wie hoch der Preis unserer Erlösung war. Mehr als alle anderen Zeiten des Kirchenjahres steht die Fastenzeit im Zeichen des Kreuzes. In diesem Zeichen möchten die Gläubigen neu den entdecken, der der Motor ihres Lebens als Christen ist: Jesus, der Gekreuzigte.
In vielen Kirchen des Seelsorgebereiches Hofer Land fanden Gottesdienste statt, so auch in St. Pius in Hof, dem Leitender Pfarrer Stefan Fleischmann vorstand. Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer übernahm die musikalische Umrahmung und lies in seinem Orgelspiel diesen besonderen Charakter der Fastenzeit hörbar werden um auch mit dezent abgestimmten Orgelklängen zu einer bewussten Vorbereitung auf das Osterfest beizutragen.
