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Beginn der österlichen Bußzeit

Aschermittwoch 2021
Datum:
Veröffentlicht: 17.2.21
Von:
Bernhard Kuhn

Mit dem Aschermittwoch beginnen die vierzig Tage der Vorbereitung auf die Feier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi. Diese österliche Bußzeit will die Christen dazu anleiten das eigene Leben zu überdenken und - wo nötig - die Weichen neu zu stellen.

In vielen Kirchen des Seelsorgebereiches Hofer Land fanden Gottesdienste statt. Die Fastenzeit konfrontiert uns mit unseren Schwächen, mit Versagen und Schuld, damit wir erkennen, wo wir einen neuen Anfang setzen sollen. Im Tagesgebet am Aschermittwoch heißt es: „Getreuer Gott, im Vertrauen auf dich beginnen wir die vierzig Tage der Umkehr und Buße. Gib uns die Kraft zu christlicher Zucht, damit wir dem Bösen absagen und mit Entschiedenheit das Gute tun.“ Die Bitte um „Christlicher Zucht“, die in unserer heutigen Zeit etwas antiquiert klingt, heißt nichts anderes als um den Mut zu bitten, Gott als die Grunddynamik des Lebens anzuerkennen. Die Wortwurzel von ,,Zucht" kommt vom „ziehen“. Richtig verstandene „christliche Zucht“ ist die Bereitschaft sich von Gott ziehen, anziehen und leiten zu lassen. Die österliche Bußzeit beginnt mit dem Aschenkreuz. Der Priester oder der Gottesdienstbeauftragte spricht: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ Oder „Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“ Das Aschenkreuz wurde dieses Jahr aufgrund der aktuellen Situation nicht, wie sonst üblich, den Gläubigen auf die Stirn gezeichnet, sondern die gesegnete Asche wurde in Kreuzesform über das Haupt gestreut. Mehr als alle anderen Zeiten des Kirchenjahres steht die Fastenzeit im Zeichen des Kreuzes. In diesem Zeichen möchten die Gläubigen neu den entdecken, der der Motor ihres Lebens als Christen ist: Jesus, der Gekreuzigte.