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Bruder von P. Hieronymus Mesmer SJ in Rußlang ermordet

Datum:
Veröffentlicht: 31.10.08
Von:
Peter Waibel

Zwei Jesuiten am 28. Oktober in Moskau tot aufgefunden

Am vergangenen Samstag wurde P. Victor Betancourt, Jesuit aus Ecudaor, in seiner Wohnung ermordet. Zwei Tage später wurde P. Otto Messmer, der Jesuitenobere der Russischen Region, an gleichem Ort getötet. Er war kurz zuvor aus Deutschland, wo er den Geburtstag seiner Mutter mitgefeiert hatte, zurückgekehrt. Ein anderer Jesuit hat beide dann am Dienstag ermordet aufgefunden.Die Hintergründe sind noch unklar. An Allerheiligen findet in St. Klara in Nürnberg ein Gedenkgottesdienst statt, an dem die Familie Messmer teilnehmen wird. 

P. Otto Messmer, russischer Staatsangehöriger, wurde am 14. Juli 1961 in Karaganda (Kasachstan) als Sohn einer tief gläubigen katholischen Familie deutscher Herkunft geboren. Er trat am 1. September 1982 in Vilnius in die Gesellschaft Jesu ein und wurde am 29. Mai 1988 in Riga zum Priester geweiht. Seine Letzten Gelübde legte er am 7. Oktober 2001 in Novosibirsk ab. Am 13. Oktober 2002 wurde er zum Superior der unabhängigen russischen Region der Jesuiten ernannt. Zwei seiner Brüder sind ebenfalls Jesuiten: Monsignore Nikolaus, Bischof der kirgisischen Stadt Bishtek, und Hieronymus aus der Deutschen Provinz der Jesuiten.

P. Victor Betancourt wurde am 7. Juli 1966 in Ecuador geboren. Er trat am 14. September 1984 in Quito in die Gesellschaft Jesu ein und wurde dort am 31. Juli 1997 zum Priester geweiht. Seine Ordensausbildung führte ihn unter anderem nach Argentinien, Ecuador, Deutschland und Italien. 2004 wurde er in Rom in Theologie promoviert. Seit 2001 war er verantwortlich für die Berufungspastoral des Ordens in Moskau und dozierte zugleich als Professor für Theologie am Moskauer „Institut für Theologie, Philosophie und Geschichte".