Das Todesverständnis im Christentum
Vortrag Pfarrer Wiedow am 15.11.2011
Etwa 50 Frauenbundsmitglieder und Gäste, darunter auch 5 Männer, waren zum äußerst interessanten Vortrag unseres geistlichen Beirates, Pfarrer Hans –Jürgen Wiedow in den Pfarrsaal St.Konrad gekommen.
Eine klare Gliederung, die sowohl Aspekte der verschiedenen Weltreligionen, philosphische Ansätze,geschichtliche Entwicklungen und natürlich Aussagen in der Bibel, erleichterten uns die Annäherung an dieses eher unbequeme Thema.
Bilder, beispielsweise ein Paar ausgetretene Schuhe vor einer kleinen kreuzförmigen Öffnung in einem Felsen, durch die Licht dringt, sowie eine schematische Zeichnung, wie man sich im Mittelalter Himmel, Hölle und Fegefeuer vorstellte, animierten zu einer lebhaften Diskussion, bei der viele ihre eigenen Gedanken zum Thema oder Erfahrungen in der Familie einbrachten...
Dennoch wurde den Zuhörern klar, dass es hier natürlich keine Erfahrungen im engeren Sinne gibt, dass eben diese Bilder und Worte nur Krücken und der Versuch sein können, Vorstellungen, Hoffnungen darzustellen.
Im Tode sich des Lebens bewusst zu werden, die Erkenntnis zu erlangen, warum war ich Mensch, warum war mein Leben wie es war ? So ist sicher eine Hoffung im Tode.
Fegefeuer, Hölle, diese Stationen sind mit der Freiheit des Menschen in Verbindung zu bringen, über den Verlauf seines Lebens und sein Handeln selbst zu entscheiden.
Bei einem gnädigen, verzeihenden Gott gibt es weder Zeit noch Raum:
Die Hölle ist leer!