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„Das Turiner Grabtuch“ – Faszination und Fakten

Vortrag Turiner Grabtuch
Datum:
Veröffentlicht: 19.2.19
Von:
Karl Palitza

Vortrag von Dr. Barbara Stühlmeyer am 12.02.2019

Mit Dr. Barbara Stühlmeyer hatte der Katholische Frauenbund Hof eine kompetente Referentin in Bezug auf das Turiner Grabtuch gewonnen. Sie brachte den Zuhörerinnen, unter ihnen auch eine Handvoll Zuhörer, umfangreiche Fakten zu dieser Ikone nahe und warb ausdrücklich für deren Verehrung. Freilich bleibe es jedem selbst überlassen, dieser keine Bedeutung beizumessen, sie für den Glauben als überflüssig einzustufen oder gar für eine Fälschung zu halten. Für die Referentin weist das Grabtuch jedoch auf den Gekreuzigten und sein Erlösungswerk hin. Es handelt sich bei diesem Stück um ein ca. 4 mal 1,2 Meter großes Tuch, auf dem die Konturen eines am Kreuz gestorbenen Menschen zu erkennen sind. Es wird in der Kathedrale von Turin aufbewahrt. Eingehende Untersuchungen, so Dr. Stühlmeyer, hätten bestätigt, dass dieses Tuch tatsächlich den Körper Jesu kurz nach seiner Hinrichtung zeige, wobei freilich der empirische Nachweis der Echtheit nicht erbracht werden könne. Letztlich bleibe es ein göttliches Geheimnis. Auf die Authentizität lassen nach Dr. Stühlmeyer folgende Tatsachen schließen: Auf dem Grabtuch fänden sich Pollen, wie sie nur von Pflanzen stammen könnten, die es um Jerusalem zur Zeit Jesu gegeben habe. Da bei Juden alles, was mit Toten in Berührung kommt, unrein sei und nicht aufbewahrt werde, müsse man sich fragen, wieso das Grabtuch gerettet wurde. Das lasse den Schluss zu, dass hier kein Toter abgebildet sei, sondern der auferstandene Herr. Bei den Blutspuren auf dem Tuch handele sich um Menschenblut, und zwar das der Gruppe AB. Nachdem die Referentin weitere Erkenntnisse über das Grabtuch ausführlich dargelegt hatte, verwies sie auf die existentielle Bedeutung der Ikone. Sie solle den Gläubigen das Erlösungswerk Jesu Christi nahe bringen und ihnen zeigen, durch welch qualvollen Tod der Gottmensch die Menschheit von der Sünde befreit habe. Im Anschluss an den Vortrag wurden Fragen beantwortet und Beiträge der Anwesenden diskutiert.