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Der Zaun von St. Konrad

Zaun
Datum:
Veröffentlicht: 26.3.24
Von:
Pfarrer Stefan Fleischmann

Der Papst trägt unter anderem den Ehrentitel „Pontifex Maximus“, was übersetzt „Oberster Brückenbauer“ heißt. Und in Hof wird jetzt getrennt, was ursprünglich zusammen war?

Ein Zaun dient in der Regel dazu, eine Abgrenzung herbeizuführen. Deswegen hat  der Plan, einen Zaun im Innenbereich von Kirche, Pfarrzentrum, Verwaltungsgebäude und Kindergarten Bernhard Lichtenberg in der Nailaer Straße zu installieren, Irritationen ausgelöst.

Jetzt kann man einwenden, dass der Zaun notwendig ist, damit die Betriebserlaubnis des Kindergartens erhalten bleibt. Das ist die formale, juristische Erklärung. Man kann auch vorbringen, dass das, was einem wichtig ist, auch geschützt werden muss. Schließlich sind unsere Kinder das Wertvollste für uns hier auf Erden. Man kann sich aber auch mit dem Vorhandensein des Zauns abfinden. Vor allem dann, wenn man sich das Bild vor Augen hält, dass man auf beiden Seiten eines Zauns stehen kann und trotzdem über und durch den Zaun hinweg miteinander reden kann.

Spätestens dann aber, wenn man weiß, dass der Zaun so gestaltet wird, dass man einzelne Zaunelemente herausnehmen kann, z.B. wenn ein Fest gefeiert wird, wird einem klar, dass der Zaun in St. Konrad eben auch ein verbindender ist. Dafür darf man allen danken, die sich um diese Lösung verdient gemacht haben und insbesondere den freigebigen Spendern des Zaunes, den Eheleuten Denise und Stefan Heindl, die uns einen Zaun geschenkt haben, der damit Zaun und Brücke zugleich ist. Ein Zaun, der Sicherheit gibt und trotzdem keinen ausgrenzt, quasi eine multifunktionale Bereicherung des Pfarrgartens St. Konrad.

Tatjana Schlemmer, Geschäftsführerin

Peter Senf, Kirchenpfleger

Stefan Fleischmann, Leit. Pfarrer