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Dialogpredigt mit Dominic Hösel und Stefan Fleischmann

PROZESSION--MINISTRANTEN--KINDER--FAHNEN--BITTGANG--DIENEN
Datum:
Veröffentlicht: 24.5.25
Von:
Stefan Fleischmann
„Flagge zeigen“ – 6. Sonntag der Osterzeit (Joh 14,23-29):

1. F: Wir benötigen einen neuen Fahnenmast. Wozu? Warum?
H: Unser Fahnenmast ist in die Jahre gekommen und es wird immer schwieriger die Fahne zu hissen und wieder einzuholen. Das können nur noch wenige in der Gemeinde, die mit den über die Jahre entstanden Eigenheiten vertraut sind.

2. F: Wir müssen auch so manchmal Flagge zeigen, wofür wir als Christen eigentlich stehen.
H: Die Fahne am Mast zeigt allen, die an unserer Kirche vorbeikommen, dass sich für uns Christen etwas
Besonderes ereignet, etwas das uns wichtig und wertvoll ist: z. B. Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Erstkommunion. Die Fahne zeigt in den Farben gelb/weiß nach außen, dasshier eine lebendige Gemeinde ihr zu Hause hat. Wir feiern ein Fest und Gott lädt dazu ein.

3. F: Nur, was schreiben wir uns Christen eigentlich (noch) auf die Fahne? Für was stehen wir (ein)? Die Profilierung unseres Christseins ist gerade heute in dieser Welt und Gesellschaft notwendig. Was ist uns wichtig und wertvoll?
H: Nächstenliebe als zentrale Botschaft von Jesus Christus, die alle Menschen einschließt, unabhängig ihres Glaubens, ihrer Herkunft und ihres gesellschaftlichen Status. In dieser Zeit, in der viele politische Führer die Menschen, gerade durch den Verweis auf diese Unterschiede, versuchen auf Ihre Seite zu ziehen und damit die Gesellschaften spalten, ist die Botschaft der Hoffnung auf den Frieden aller Menschen von zentraler Bedeutung. Als Symbol dafür geben wir uns jeden Sonntag in der Messe die Hand und wünschen unserem Gegenüber Frieden.

4. F: Das heutige Evangelium lädt dazu ein darüber nachzudenken, was wir uns auf die Fahne schreiben: Die Liebe.
H: Mit dieser Liebe im Herzen, die allen Menschen von Gott geschenkt ist, begegnen die Menschen einander zugewandt und empathisch.

5. F: Sie versuchen es zumindest- mit allen Fort und Rückschritten, Jesus als Vorbild zu nehmen, und sich immer wieder nach ihm, seinen Worten und Taten auszurichten.
H. Jesus schenkt Orientierung, die wir in dieser aufgewühlten und friedlosen Welt dringend brauchen!

6. F: Im Großen wie im Kleinen gibt es zu viel Unfrieden, zu viel Hass, zu viel Wunden, zu viel Unwahrheit, zu viel Spaltung.
H: Vor allem die Kinder und Jugendlichen leiden darunter.

7. F: Im Evangelium ist heute noch vom Heiligen Geist die Rede: Er ist ein Geschenk, ein Mutmacher, ein guter Beistand.
H: Damit wir anderen Mut machen sich für Gottes Gegenwart zu öffnen und an ihn zu glauben und aus diesem Glauben Kraft zu schöpfen.

8. F: Der Geist, der in Jesus lebendig war und heute mitten unter uns ist, schenkt Frieden: innere Zufriedenheit, Trost, Vertrauen
H. Diese innere Zufriedenheit und das Vertrauen auf das was Gott uns geschenkt hat, lässt uns ohne Neid und Eifersucht auf unsere Mitmenschen zugehen.

9. F: Ich bin jetzt ganz überrascht, was uns der Mast mit unserer Fahne alles sagen kann. So ist die Fahne eine bildhafte Einladung, nicht nur an Gott zu denken und zum Gottesdienst zu kommen, sondern sich auch als Christen in Tat und Wort danach auszurichten.
H: Die Flagge ist ein Symbol für Gemeinschaft, einen Verein, ein Land, eine Region. Sie wird aber immer wieder missbraucht als Zeichen der Ausgrenzung oder als Zeichen der Verachtung, wenn z.B. die Flagge eines anderen Landes angezündet wird. Umso wichtiger ist es, dass jeder von uns das Symbol der Gemeinschaft und Zugehörigkeit, wenn wir Katholiken überall unsere gelb/weiße Fahne hissen, in unserem Alltag mit Leben füllen, indem wir uns wohlwollend und liebevoll begegnen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass dann sein Heiliger Geist unter uns ist.