Die Einsetzung der Eucharistie

In vielen Kirchen des Seelsorgebereiches „Hofer-Land“ fanden am Gründonnerstag Gottesdienste vom Letzten Abendmahl statt.
So auch in der Pfarrkirche „St. Konrad“ in Hof, dem Kaplan Christopfer Helbig zusammen mit Leitendem Pfarrer Stefan Fleischmann feierte. Das vollbesetzte Gotteshaus war zu einem festlichen Hochzeitssaal geschmückt. Musikdirektor Dr Ludger Stühlmeyer hatte mit den Sängerinnen und Sängern des Bernhard Lichtenberg Chores die traditionellen liturgischen Antiphonen und Hymnen der Gründonnerstags Liturgie einstudiert. Der Chor fungierte im Gottesdienst so, wie die Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium es vorsieht als Spitze der singenden Gemeinde. Auch musikalisch war die innere Struktur der Liturgie - der feierliche Beginn mit Orgel, Trompete - wie immer an den österlichen Festtagen mit Dr Ute van der Mâer, Chor und Gemeinde und nach dem Gloria unbegleitet, das Leiden des Herrn vorausahnen lassend.
Nach dem festlichen Einzug mit vielen Ministranten begrüßte Kaplan Christopher Helbig die Gottesdienstbesucher und freute sich, dass nach einer längeren Krankheitsphase Pfarrer Stefan Fleischmann wieder an der Liturgie teilnehmen konnte.
In seiner -wie immer- impulsiven und gefühlsbetonten Predigt warf Kaplan Christopher Helbig die Frage auf: „Wie gewinnt man Freunde?“ Gemeinsame Interessen und auch Gegensätze, oder sich dem anderen zu öffnen um ihn besser kennen zu lernen, den anderen sympathisch finden und vieles mehr seien Ansätze davon. „Aber wie steht es mit der Freundschaft zu Jesus?“ frug der Kaplan weiter. Seine Antwort: „Jesus öffnet sich uns, dass wir Gott kennen können!“ Es gebe etwas, was in der ganzen Schöpfung übereinstimmt, „ nämlich das Herabsteigen Gottes zu uns Menschen, der Ort, wo sich Gott der Welt öffnet! Jesus öffnet sich uns, macht sich angreifbar und verletzlich und lässt uns nicht fallen. Seine Liebe ist größer!“ Der Mensch sei die Krönung der Schöpfung, betonte der Kaplan. .„Begreifen wir uns alle als Teile davon!“
Weil Eucharistie und Fußwaschung zwei Seiten der einen großen Liebe Jesu verdeutlichen, wurde, wie auch in einigen anderen Kirchen des SSB Hofer-Land, eine Fußwaschung vorgenommen. Der Auftrag Jesu: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ führt Christen immer wieder zusammen und erinnert im gemeinsamen Mahl und in der Fußwaschung an die bleibende Bedeutung solidarischer und dienender Liebe.
Eine Ölbergstunde in der Marienkirche bildete schließlich einen geziemenden Abschluss des Hohen Donnertags.