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Die Liebe ist es, die sehend macht: „Es ist der Herr!“ (Joh 21,7)

Jesus
Datum:
Veröffentlicht: 23.4.23
Von:
Pfarrer Stefan Fleischmann
Die Ostergeschichten erzählen: Die Jünger erkennen ihn nicht, sie verstehen ihn nicht, sie begreifen nicht.

Die Ostergeschichten erzählen:

Die Jünger erkennen ihn nicht,
sie verstehen ihn nicht,
sie begreifen nicht.

Ihr Herz ist träge,
ihre Augen gehalten,
innerlich kraftlos und ausgepowert.

Die Jünger sind gutmütig,
rechtschaffen, willig
begeisterungsfähig.

Und dennoch:
mit offenen Augen blind,
mit hörenden Ohren taub,
mit wachem Gefühl gefühllos.

Nach einer langen Nacht,
im Bruch und Abbruch des Lebens,
in der Ohnmacht und im Zweifel,
in der Erfolglosigkeit und Nüchternheit
steht einer morgens am Ufer.
Nur einer erkennt ihn,
das Herz eines Freundes:
„Es ist der Herr!“

Wann wird es sein,
dass wir ihn erkennen?
Heute, morgen oder gar erst am Ende unseres Lebens?

Wann wird es sein,
unser Herz zu öffnen, seine Stimme zu hören,
seinem Ruf zu folgen?

Wann wird es sein,
an ihn zu glauben und ihm ganz zu vertrauen?
In den Nächten oder in der Morgendämmerung unsers Lebens?

Die Liebe ist es, die sehend macht:
„Es ist der Herr!“