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Die Tür steht (weiterhin) offen

Kirchenaustritt Karte
Datum:
Veröffentlicht: 3.4.22
Von:
Pfarrei Bernhard Lichtenberg
Die Kirchenaustrittswelle ist ungebrochen. Wie schaut es im Hofer Land aus? Pfarrer Fleischmann erklärt, wie man im SSB darauf reagieren will

Die Kirchenaustrittswelle ist ungebrochen. Wie schaut es im Hofer Land aus?

Pfarrer Fleischmann: Pünktlich zum Wochenende kommt der Brief vom Kirchensteueramt in Bamberg. Enthalten sind Mitteilungen über den Austritt aus der Religionsgemeinschaft. Traurig stimmt mich das schon, wenn sich Menschen von ihrer Kirche abwenden. Freilich darf ich das auch nicht allzu persönlich nehmen, sozusagen als Resultat unseres pastoralen Dienstes, denn die Gründe sind hierfür sehr unterschiedlich.

Seit einigen Wochen erhalten die Menschen, die ihren Austritt erklärt haben, einen Gruß aus der Kirchengemeinde.

Pfarrer Fleischmann: Ja, das ist mir als Pfarrer sehr wichtig, dass wir zeitnah ein Zeichen setzen, das sicherlich ganz unterschiedliche Facetten hat. Zum einen: Wir bedauern den Kirchenaustritt, aber wir respektieren auch diese ganz persönliche Entscheidung. Zum anderen: „Die Türe steht (weiterhin) offen.“ Die Taufe ist unauslöschlich, so dass wir auch keinen Menschen einfach so abschreiben oder gar zu den Akten legen. Man kann auch sagen: Diese Haltung ist von unserem christlichen Gottesbild geprägt: „Du kannst nicht aus den Händen Gottes herausfallen.“

Erwarten Sie eine Rückmeldung auf Ihren Gruß?

Pfarrer Fleischmann: Ich würde mich zumindest freuen, wenn ich mit dem einen oder anderen ins Gespräch kommen könnte.

Wie lautet der Text auf der Karte genau?

Pfarrer Fleischmann: „Wir bedauern Ihren Kirchenaustritt. Sie haben Gründe, die Sie zu diesem Schritt bewogen haben. Sie dürfen wissen: Die Türe steht (weiterhin) für Sie offen! Jesus Christus sagt: „Kommt alle zu mir, ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Mt 11,28).