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Die Verklärung Jesu

Verklärung Jesu
Datum:
Veröffentlicht: 24.2.24
Von:
Stefan Fleischmann
Wie hat eigentlich Petrus seine Bergbesteigung erlebt

Verklärung Jesu aus der Perspektive des Petrus:
„Kommt mit“, sagt Jesus.
„Was will Jesus schon wieder!
Seine Touren können ganz schön anstrengend sein!
Aber ... ich bin eigentlich ganz froh, sozusagen ... zum Exklusivclub zu gehören:
Ich, Jakobus und Johannes. Wir drei!
Wir gehören ganz eng zu Jesus, ich vor allem.
Und: Wir halten alles aus. Vor allem : Wir blicken durch? Jesus ist der Messias. Fertig! Und sonst noch Fragen...? Nein! Wir bleiben Jesus treu- komme was wolle!

Schritt für Schritt eilen die drei Jesus hinterher – den Berg hinauf.
„Du, Petrus“, sagt Jakobus.
„Das war sicher nicht einfach für dich!“
„Was meinst du?“, fragt Petrus nach.
„Na, als Jesus dich zurecht gewiesen hat: Hinweg von mir, Satan! Denn du denkst nicht an die Sache Gottes, sondern die der Menschen.
So habe ich Jesus noch nie erlebt! Er war sehr erzürnt! Er war ja ganz außer sich! Und außerdem, mich hat noch niemand Satan genannt.“
„Stimmt“, das hat mich echt getroffen, ganz tief und traurig gemacht, wie Jesus über mich denkt! Er tut mir unrecht! Ich will mich ihm nicht in den Weg stellen.
Aber dann konnte ich ihn verstehen, als er wieder von der Kreuzesnachfolge gesprochen hat: Denn wer sein Leben verliert um meinetwillen und um der Heilsbotschaft willen, der wird es retten.

„Du, schau, da vorne ...!!!“
Petrus geht noch einen Schritt und bleibt plötzlich stehen, mit ihm Johannes und Jakobus, wie angewurzelt.
„Jesus, seine Kleider sind strahlend weiß.“
„Schau“, und dort! Zwei Gestalten, die mit Jesus reden und sich gegenseitig mit Namen ansprechen. Mose, Elija, Jesus.
Mose? Der Anführer der Israeliten und Empfänger der 10 Gebote.
Elija? Der Prophet des alten Bundes.
Wie gute Kumpels sind sie beieinander; ich kann aber nicht genau verstehen, worüber sie sprechen.“
Petrus weiss vor Staunen und Ergriffenheit gar nicht, was er sagen soll.
Plötzlich wie aus der Pistole geschossen:
„Wir wollen hier bleiben und für die drei Hütten bauen!
So soll es sein, so soll es für immer bleiben!
Wir wollen alles genau festhalten – für immer.
So eine Sternstunde glaubt uns sonst niemand!
So klar ist jetzt alles und so einfach: Mose und Elija und Jesus in einer Reihe, auf Augenhöhe. Oder doch ganz anders? Jesus der neue Prophet und Gesetzeslehrer?“

Und während Petrus noch redet und redet wird es plötzlich dunkel.
Petrus stürzt zu Boden.
Daneben rechts und links Johannes und Jakobus.
Petrus hat Angst.
„Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!“

Petrus schaut umher, niemand mehr hier – außer Jesus.
„Was war das denn?“ „Hat wohl Gott selbst zu uns gesprochen?“
Jesus sagt doch immer: „Wer Ohren hat, der höre!“ oder „Höre, Israel!“
„Kommt mit“, wir gehen wieder ins Tal,
und sogleich ging Jesus los, als ob nichts geschehen wäre.
Petrus ist in sich gekehrt. Er schweigt.
Er möchte hier oben auf dem Berg noch eine Weile bleiben.
Es war doch ein besonderes Glücksgefühl da oben –auf dem Berg- mit Jesus. Mit ihm und seinen Kumpels –ganz allein!
Warum jetzt schon wieder weiter! Warum jetzt schon wieder die vielen Leute, die von Jesus etwas wollen, und die vielen Kranken und die Armen, die gebeutelt sind von ihren Streitereien und Kriegen.
nd dann die anderen, die ihn ablehnen und sich lustig über ihn machen. Und dann ist es kaum auszuhalten, was Jesus manchmal über sein Lebensende erzählt. Manchmal sehne ich mich nach
einen Fischernetzen zurück! Da wußte ich immer, was mich erwartet, auch wenn mal die Netze leer waren.

„Erzählt niemanden etwas davon,
was ihr gesehen habt." Und Jesus fügt hinzu:
"Bis der Sohn des Menschen von den Toten auferstanden ist.“
„Was heisst von den Toten auferstehen“, flüstert Jakobus hinter vorgehaltener Hand Petrus ins Ohr. „Keine Ahnung!“
Jesus kennt seine Jünger und ahnt, dass sie diese besondere Erfahrung nicht für sich behalten können; so erzählt Petrus den anderen Jüngerinnen und Jüngern, was auf dem Berg der Verklärung
eschehen ist. Er spricht sogar davon, dasss er Gott selbst begegnet ist; dass das besondere Licht auch ihn erfasst hat, und er großes Vertrauen und Geborgenheit spürte. Aber, was das ist, von den
Toten auferstehen, kann er sich nicht erklären.