„Ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel“

Gottesdienste am Hochfest der "Darstellung des Herrn" und am Gedenktag des heiligen Blasius
Am 2. Februar feiert die Kirche das Fest der "Darstellung des Herrn", das vielerorts im Volksmund auch noch "Mariae Lichtmess" genannt wird und am Tag darauf ist der Gedenktag des heiligen Blasius. In vielen Kirchen des Seelsorgebereichs „Hofer Land“ fanden an beiden Tagen Gottesdienste statt, die durchwegs gut besucht waren.
In St. Marien in Hof hielt Pfarrvikar Holger Fiedler den Festgottesdienst zu „Mariae Lichtmess“ der musikalisch von Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer an der Orgel umrahmt wurde.
Das Fest der Darstellung des Herrn gehört zu den ältesten Marienfesten. Im Lukasevangelium wird davon berichtet , dass die Eltern Jesu das Kind in den Tempel brachten, wo sie auch das gebotene Reinigungsopfer für die Mutter darbrachten. Es ist fürwahr eine schöne Szene im Lukas-Evangelium: Maria und Josef kommen mit dem kleinen Jesus in den Tempel – und dort merken zwei Menschen sofort, dass dies kein gewöhnliches Kind ist. Der greise Simeon und die Prophetin Hanna bekennen laut im Gotteshaus, dass Jesus der Erlöser ist. Das Zeugnis des Simeon und der Hanna über Jesus ist der Ausgangspunkt für dieses Hochfest „Darstellung des Herrn." Bis heute ist die Lichtsymbolik in dem Fest enthalten, und so segnete Pfarrvikar Holger Fiedler alle Kerzen, die in der Marienkirche für das Jahr benötigt werden.
Am Blasiustag fand ein Gottesdienst mit Dekan Andreas Seliger in der Stadtpfarrkirche "Verklärung Christi" in Naila statt. Der heilige Blasius gilt als Schutzpatron gegen Halsleiden und wird zu den Vierzehn Nothelfern gezählt. Als standhafter Bekenner seines Glaubens erlitt er um 316 unter Kaiser Licinius, oder bereits unter Diokletian, nach schrecklichen Qualen den Märtyertod. Eine Legende berichtet, er habe im Kerker einen Knaben, der sich an einer Fischgräte verschluckt hatte, durch sein Gebet vor dem Erstickungstod gerettet. Darauf geht der im 16. Jahrhundert entstandene Brauch des Blasiussegens zurück, in dem Blasius um Fürsprache bei Halskrankheiten gebeten wird. Mit diesem besonderen Segen wurde der schöne Gottesdienst beendet.
