Ein steiniger Weg
Steinig ist der Weg des Lebens und auch der Weg nach Marienweiher hält so manchen steinigen Abschnitt bereit. Deshalb bat Dekan Holger Fiedler alle Fußwallfahrer, die um 6 Uhr morgens an der Marienkirche bzw. um 8 Uhr in Konradsreuth gestartet waren, sich auf dem Weg einen passenden Stein zu suchen, der sie durch die geistlichen Impulse auf dem Weg begleiten sollte: Auf welche Steine baue ich mein Leben? Welche Steine werfe ich, weil mir etwas nicht gefällt? Welche Stolpersteine musste ich schon überwinden? Welche Schmucksteine bereichern mein Leben?
Um sieben Uhr waren auch die Radwallfahrer losgefahren. Wie jedes Jahr freuten sie sich über die Gastfreundschaft auf dem Bauernhof der Familie Müller in Grossenau, mussten aber auch lernen, dass nicht alle Wege zum Ziel führen und dass man auf manches verirrte Schaf ein wenig warten muss.
In Sauerhof kamen Fuß-, Rad- und Buswallfahrer am Nachmittag zusammen, um das letzte Stück gemeinsam zurückzulegen. Obwohl sich unter das „Ave, ave“ des Lourdes-Liedes das eine oder andere „oh weh, oh weh“ wegen der schmerzenden Füße mischte, zogen die Hofer Katholiken schließlich feierlich in Marienweiher ein, wo ein Pater sie empfing. Nach dem Wallfahreramt in der Basilika und dem gemeinsamen Abendessen ging es dann am Abend zurück nach Hof. Wenn auch die Füße brannten, das Herz brannte auch und so ist die Hofer Wallfahrt nach Marienweiher jedes Jahr aufs Neue ein beeindruckendes Erlebnis.