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Einführung von Pfarrer Hans-Jürgen Wiedow

Am Altar
Datum:
Veröffentlicht: 10.10.10
Von:
Elisabeth Goller

Ganz Hof freut sich über den neuen Pfarrer von St. Konrad

Das katholische Dekanat Hof ist jetzt eines der jüngsten im gesamten Erzbistum Bamberg. Darauf wies mit großer Freude der Hofer Dekan Joachim Cibura beim feierlichen Einführungsgottesdienst des 39jährigen Pfarrers Hans-Jürgen Wiedow als neuen Seelsorger von St. Konrad hin. In der Nachbarpfarrei St. Marien hat mit dem 36jährigen Holger Fiedler vor kurzem ebenfalls ein junger Seelsorger das Amt übernommen.
Begrüßung durch Vertreter der Ehrenamtlichen

 

 

 

Hans-Jürgen Wiedow ist als eines von fünf Kindern in einem Gartenbaubetrieb in Gößweinstein aufgewachsen und hat nach seiner Lehre zum Koch und dem Zivildienst das Theologiestudium begonnen. Nach der Priesterweihe 2007 war er bisher als Kaplan in Forchheim und Coburg eingesetzt. Der 39jährige tritt in St. Konrad die Nachfolge des Jesuitenpaters Peter Waibel und seiner Mitbrüder an. Wie bereits ausführlich berichtet, hat der Jesuitenorden im Juli das Konvent in Hof aufgelöst.

 

Pfarrer Wiedow machte in seinem Einführungsgottesdienst keinen Hehl daraus, dass er mit „gemischten Gefühlen“ reagiert habe, als der Bamberger Generalvikar ihm die Stelle in Hof angeboten habe. Schließlich trete er in dem großen Seelsorgebereich – zu dem neben St. Konrad und St. Pius in Hof auch die Katholiken in Konradsreuth, Leupoldsgrün und dem Berger Winkel gehören - allein die Nachfolge von drei, vier Jesuiten-Patres an. Doch schon in den wenigen Wochen seit Anfang September habe er in Hof viele schöne Erfahrungen gemacht. „Ich spüre bei vielen eine Dankbarkeit, dass ich da bin – und das tut gut.“  Als einziger Pfarrer müsse er sicher im Pfarrleben auch manch unangenehme Entscheidungen treffen und bat um ein konstruktives Miteinander.

 

Wie später beim Empfang im Pfarrsaal wurde bereits im Festgottesdienst in St. Konrad, den der Kirchenchor und die Jugend-Band musikalisch umrahmten, in den Grußworten von Kirchenverwalterin Edeltraud Albrecht, der  Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Anita Wied-Thiersch und dem Pastoralreferenten Klaus Göller deutlich, dass die Ehren- und Hauptamtlichen des gesamten Seelsorgebereichs ihren neuen Pfarrer mit offenen Armen und Verständnis empfangen. Und Bürgermeister Eberhard Siller versicherte im Namen der Stadt Hof: „Nicht nur die Katholiken freuen sich, sondern die ganze Stadt.“

 

 

 

Als katholischer Pfarrer in der Diaspora ist Hans-Jürgen Wiedow die ökumenische Zusammenarbeit sehr wichtig. Und so feierte er seinen Einführungsgottesdienst nicht nur mit zahlreichen katholischen Priestern aus der ganzen Region, sondern auch mit mehreren evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrern, allen voran Dekan Günter Saalfrank. „Uns verbindet mehr , als uns trennt“, betonte Saalfrank und freut sich darauf, mit den beiden neuen katholischen Seelsorger in Hof das ökumenische Miteinander, das in den vergangenen Jahren bereits gewachsen ist, noch weiter zu vertiefen. Damit bei all der Arbeit, die auf den neuen Pfarrer von St. Konrad nun wartet, die Entspannung nicht zu kurz kommt, hatte Dekan Saalfrank als Willkommensgeschenk zwei Kinokarten mitgebracht.

 

Annerose Zuber

 

Predigt
Auf dem Weg zum Gottesdienst