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Entdeckungen vor der Haustür: Frauenbund St. Konrad im Frankenwald unterwegs

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Datum:
Veröffentlicht: 1.10.14
Von:
Hans-Jürgen Wiedow
Warum denn die Ferne schweifen, wenn das gut liegt so nah...
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Warum denn die Ferne schweifen, wenn das gut liegt so nah: Unter diesem Mottoerkundete der Katholische Frauenbund St. Konrad (Hof) bei seiner diesjährigenStudienreise den westlichen Frankenwald. Lauenstein mitsamt Burg undSchokoladenmanufaktur und die ungewöhnliche Pfarrkirche von Buchbach botenvielfältge Eindrücke für Körper, Geist und Seele.

Der von Verena Kraußhervorragend organisierte Tag startete mit einer Zeitreise ins Mittelalter: Ausdem 12. Jahrhundert stammen die ältesten Teile der Burg Lauenstein beiLudwigsstadt. Sie verdankt ihren Erhalt dem burgenbegeisterten Dr. ErhardMessmer, der die völlig verwahrloste Burg Anfang des 20. Jahrhundertsrenovierte und neu ausstattete. 1962 übernahm der Freistaat Bayern dieimposante Anlage.

Bei einem sehrabwechslungsreichen Rundgang mit einer Führerin der BayerischenSchlösserverwaltung erfuhren die knapp 50 Hofer Frauen mitsamt männlicherBegleitung (darunter auch Pfarrer Hans-Jürgen Wiedow) viel über dasentbehrungsreiche, aber auch prachtvolle Leben auf der Burg. Und sie entdecktenauch so manchen Geheimgang - doch dem Schloßgespenst, der geheimnisvollen"Weißen Frau", begegneten sie nicht.

Anschließend führte dieZeitreise den Katholischen FRauenbund St. Konrad vom Mittelalter zurück ins 20.Jahrhundert. Denn für die Mittagpause hatte Verena Krauß das Bauhaus-Hotel inProbstzella gebucht. Inmitten der originalgetreuen Ausstattung desBauhaus-Hotels aus den 20er Jahren stärkten sich die Frauen und gleichzeitigwurden bei der Hofer Gruppe im ehemaligen Grenzort Probstzella die Erinnerungenan die deutsche Teilung und die aufregenden Monate im Herbst 1989 lebendig.

Wirtschaftsgeschichtehautnah stand dann in der "Lauensteiner Confiserie" auf dem Programm.Nach einem kleinen Abriß der Firmengeschichte und einem Film über die vielenSchritte der aufwändigen Pralinenherstellung kosteten die Hofer Frauen dann diehandgemachten kulinarischen Genüsse und vergassen auch die Daheimgebliebenennicht.

Eine Entdeckung der ganzbesonderen Art war dann die ungewöhnliche Pfarrkirche St. Laurentius inBuchbach, einem Ortsteil von Steinbach am Wald. Monika Barnickel, engagiert inder Pfarrei und als 3. Bürgermeisterin, führte durch die deutschlandweitaufsehenerregende Kirche. Und dank ihrer eigenen Erfahrungen konnte sie auchsehr kurzweilig von der interessanten Bauzeit erzählen. Der umtriebige PfarrerGoldmann lebt nicht umsonsten als "Don Camillo des Frankenwalds" inder Erinnerung weiter. Mit Hartnäckigkeit und auch mit viel"Schlitzohrigkeit" schaffte er es, dass die gerade mal 500 Buchbacherinnerhalb von einem Jahr seinen Traum von einem ganz außergewöhnlichen Gotteshausrealisierten. Der auffallende sechseckige Grundriß symbolisiert den Bienenfleißder Frankenwälder. Fasziniert war die Frauengruppe von den vielen Details, seies nun das umlaufende Glasband, das die Kontinente symbolisiert, die Symbolikder Turmuhr, der Kirchtum, der an eine Frankenwald-Tanne erinnern soll undnatürlich die Wasserspiele vom Kirchdach, die auch per Münzeinwurf in Ganggesetzt wurde.

Nach einemstimmungsvollen Gottesdienst mit Pfarrer Wiedow in der Laurentiuskriche ließder Katholische Frauenbund St. Konrad dann den Tag beim Abendessen inWötzelsdorf ausklingen.

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