Eröffnungsgottesdienst zum Jubiläumsjahr in St. Konrad

Die katholische Kirche „St. Konrad“ feiert. Nicht einen Tag oder ein Wochenende. Nein! Das ganze Jahr hindurch stehen Festivitäten auf dem Programm: 70 Jahre Sankt Konrad, zehn Jahre neue Kita, 60 Jahre Frauenbund und 50 Jahre Katholische Erwachsenenbildung. Dazu fand in der vollbesetzten St. Konradskirche ein Eröffnungsgottesdienst statt, der den Gläubigen lange in guter Erinnerung bleiben wird.
Pastoralreferent Sebastian König begrüßte die Gäste aus Nah und Fern. Neben den Hofer Seelsorgern Leitendem Pfarrer Stefan Fleischmann und Pfarrvikar Holger Fiedler hatten sich ehemalige Jesuitenpatres von St. Konrad zur Konzelebration eingefunden: P. Hans Mader, P. Josef Singer, P. Oskar Wopperer und P. Peter Waibel. Auch die einst in Hof wirkenden Oberzeller Schwestern Sr. Beatrix Barth, Sr. Alexandra Gambietz und Sr. Blanka Hornung, sowie die ehemalige Pastoralreferentin Mechthild Prause wohnten dem Gottesdienst bei. Als weitere Ehrengäste begrüßte Sebastian König Landrat Dr. Oliver Bär, Oberbürgermeisterin Eva Döhla und dem ehemaligen Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner.
Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer, die Solisten und der Kammerchor Capella Mariana, hatten sich langfristig auf die musikalische Gestaltung dieses besonderen Ereignisses vorbereitet. Der Hofer Kantor hatte eigens zu diesem Anlass ein Lied zu Ehren des heiligen Konrad getextet und komponiert, das im Gottesdienst erstmals gesungen wurde. In den vollstimmigen Klang der Capella Mariana schwangen sich auch die Stimmen der Gemeinde ein, die sich singend und betend das Leben ihres Kirchenpatrons dankbar vor Augen führte. Ein musikalisches Highlight war die klangschöne Motette „Caput Anguli Christus“. Dieses Werk aus der Feder von Ludger Stühlmeyer ist eine musikalische Predigt der besonderen Art. Denn der lateinische Text, der auf Deutsch: Siehe, ich habe in den Fundamenten Sions einen geprüften, kostbaren Eckstein verankert, der sich auf Christus bezieht wurde durch die von Jens Wilkens von den Hofer Symphonikern interpretierte Violinstimme die marianischen Antiphonen „Salve Regina“ und „Ave Regina Coelorum“ eingewebt. So wurde deutlich, dass Jesus nur bei den Menschen ankommen kann, wenn sie so offen für ihn sind wie die Jungfrau und Gottesmutter Maria.
Das Ordinarium gestaltete die Capella Mariana mit dem Kyrie und dem Agnus Dei der Kleinen Festmesse von Ernst Tittel. Die klangvolle und festliche Komposition zum Sanctus, in der der Chor und die Gemeinde ihre Stimmen vereinten stammte von Diözesanmusikdirektor Prof. Markus Willinger. Und auch die Gemeindelieder wurden festlich im Wechsel zwischen Chor und Gemeinde und von beiden gemeinsam klangvoll gestaltet.
In seiner Festansprache bezog sich der Leitende Pfarrer Stefan Fleischmann auf das Patronatsfest des heiligen Bruder Konrad. „Zu diesem Fest läuten wir das 70jährige Jubiläum unserer Kirche ein“, sagte der Geistliche. „70 Jahre sind vergangen. Beispielhaft zeige das unsere Fotoausstellung – von Gemeindemitgliedern zusammengestellt, die mit dieser Kirche fest verwurzelt sind. 70 Jahre sind vergangen. Der Heilige Konrad könnte uns an der Eingangspforte unserer Kirche selbstkritisch fragen: Wird sich das Rad weiterdrehen? Auf Hochtouren oder im Leerlauf? Im Bereich des Funktionalen oder der Partizipation? In all den Veränderungen und Umbrüchen und Übergängen, die uns seitdem begleitet haben und auch weiterhin begleiten werden, wollen wir vertrauensvoll nach vorne schauen“, sagte Fleischmann. 70 Jahre seien nach menschlichem Ermessen nicht alt, fast jugendlich. Da könne noch etliches wachsen, mit genug Erfahrung, Inspiration, Fairplay und Leidenschaft im Gepäck gar manches in der Pfarrei Bernhard Lichtenberg und im gesamten Seelsorgebereich Hofer Land auf den Weg bringen. Frauenbund und KITA St. Konrad, die ebenso Jubiläum feiern, stehen für diesen immerwährenden Aufbruch. Mir ist nicht bang: Mit Jesus Christus als unsere Mitte und den Hl. Konrad als unser Vorbild und unseren Fürsprecher wird uns das gelingen, schloss Pfarrer Stefan Fleischmann seine Festansprache. Am Ende des Gottesdienstes folgten Grußworte vom Landrat Dr. Oliver Bär und Oberbürgermeisterin Eva Döhla. Sie bekundeten ihre Freude und Dankbarkeit was rund um St. Konrad geschehen ist und geschieht. Eva Döhla freut sich, dass Menschen aus dem Glauben heraus unsere Gesellschaft gestalten. Landrat Dr. Oliver Bär sei glücklich, dass wir unsere Kirchen hätten, die Mittelpunkt unseres Lebens seien und er wünsche sich auch in Zukunft eine starke Gemeinschaft im Glauben. Auch der ehemalige Hofer Pfarrer und Dekan Peter Waibel richtete ein Grußwort an seine ehemalige Gemeinde, das mit lang anhaltendem Beifall und Standing Ovations erwidert wurde. Waibels Haupttenor waren drei Worte: Freude, Nachdenklichkeit und Zuversicht. Er sei dankbar und stolz, dass er in dieser Pfarrei sein durfte. Ein weiterhin gutes Miteinander sei ihm ein großes Anliegen für eine blühende Zukunft der Pfarrei Bernhard Lichtenberg.. Für die Oberzeller Franziskanerinnen die von 1912-2017 an drei Standorten tätig waren, meldete sich Sr. Beatrix Barth, die mit ihren Mitschwestern Alexandra Gambietz und Blanka Hornung gekommen war, zu Wort. Die Oberzeller Franziskanerinnen seien dankbar für alles, was ihre Mitschwestern in Hof und insbesondere in der Pfarrei „St. Konrad“ wirken durften. Sie freuen sich, dass die Verbundenheit mit dem Frauenbund und mit dem Einen-Welt-Kreis bis heute anhalte. Mit einem schallenden „Te Deum – Großer Gott, wir loben dich“ endete dieser Festgottesdienst und mündete an eine Begegnung im Pfarrsaal, Bei einem Sektempfang konnten viele gute Gespräche mit alten Bekannten geführt werden. Die Feierlichkeiten gehen das ganze Jahr über weiter: Ein Arbeitskreis hat dafür einen ganzen Reigen an Programmpunkten zusammengestellt, angefangen von der Eröffnung über einzelne Angebote bis hin zur Exkursion zur Wirkungsstätte des Namensgebers, des heiligen Bruders Konrad.

