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Erster Adventssonntag im Hofer Land

Advent St. Konrad 2022
Datum:
Veröffentlicht: 27.11.22
Von:
Bernhard Kuhn

Die Adventszeit ist Zeit der Erwartung, des Sich-neu-Ausrichtens auf Gott, der uns entgegenkommt. Das mit dem ersten Adventssonntag beginnende neue Kirchenjahr will in uns die Haltung der wachsenden Erwartung wieder neu wecken. In allen Pfarrkirchen des Seelsorgebereichs "Hofer Land" wurden Gottesdienste gefeiert, die Adventskränze gesegnet und darauf die 1. Kerze entzündet, so auch in der Pfarrkirche St. Konrad in Hof.

Leitender Pfarrer Stefan Fleischmann zelebrierte einen Familiengottesdienst den er zusammen mit seinem Team, u.a. mit Gemeindereferentin Beate Schmid vorbereitet hatte. Die musikalische Umrahmung übernahm die "Konrad-  Band", die die Gottesdienstbesucher  mit bekannten, teils schwungvollen Liedern erfreute.       „Jedes Jahr sind wir eingeladen, auf dem Hintergrund unseres Lebens, unserer Welt und unserer Zeit den Advent neu zu buchstabieren" sagte Pfarrer Stefan Fleischmann zu Beginn seiner Ansprache, und fragte seine großen und kleinen Zuhörer, wie man wohl die einzelnen Buchstaben des ADVENTS deuten könne? Es kamen immer wieder zutreffende Antworten von den Kindern und Erwachsenen. Stefan Fleischmann hatte schöne Buchstabenkörper vorbereitet, die er nach dem jeweiligen  „Abarbeiten“ nacheinander auf den Altar reihte. So kam man beim Buchstaben A gleich auf die zutreffende Bedeutung „Ankunft". „Wir feiern im Advent die Ankunft Jesu Christi bei uns, sein Ankommen in unseren Herzen", sagte der Redner und zitierte Karl Valentin, der einmal gesagt haben soll: „Ich bekomme heute Abend Besuch. Ich hoffe, dass ich zu Hause bin.“ Oft gibt es ein großes Durcheinander- und Zerstreutsein  – in den Gedanken und Gefühlen, gab Stefan Fleischmann zu bedenken. Deshalb lädt die Adventszeit besonders ein, mit sich  selbst in Berührung zu sein, damit Er bei und in mir ankommen könne. Anschließend stellte er den Buchstaben auf den Altar und zeigte schon den Nächsten, das D. „D- wie Dasein. Dasein,  hellwach sein, präsent sein, ganz gegenwärtig im Hier und Jetzt- wie eine Kerze, die leuchtet, um Augen und Ohren aufzutun für den Moment und den Augenblick, der mir geschenkt ist und dem ich wertschätzend begegne – ob Freud oder Leid. Dasein und Wachsein – im hier und jetzt leben – geöffnet wie eine Schale, die empfängt: Gnade“, so Pfarrer Stefan Fleischmann.  Buchstabe V wie Versöhnen. "Sich Versöhnen und verstehen- wer wünscht sich das nicht?!" fragte Stefan Fleischmann. Der Advent lade dazu ein, um das Weihnachtsgeschenk des Friedens und der Versöhnung zu bitten. Buchstabe E wie Erlösung. "Als Erlöste und Gerettete seine Wege gehen im Licht und in der Gegenwart des Herrn,  das lasse aufatmen und befreit leben. Denn was könne schon passieren für den, der Ursprung und Ziel des Weges kennt?!  Buchstabe N wie Nachbar und Nächster. Einen Blick für den Nächsten bewahren. Ein freier Platz an Weihnachten ist ein Zeichen dafür, mit seinem Nächsten zu rechnen, der in Not ist und der Hilfe braucht. Ob ich sein Klopfen höre? Was ist, wenn er wirklich vor der Türe steht?- Und schließlich noch der Buchstabe T wie Trösten oder Trauern. Karl Rahner spricht von einer „getrösteten Trauer“, sagte Pfarrer Stefan Fleischmann. Der Advent lädt ein, Trauer zuzulassen und sie anzuschauen. Und zugleich den Trost Gottes zu spüren, der mir gerade jetzt nahe sein möchte. Der Advent lässt erahnen, sich nie mehr alleine zu fühlen, sondern getröstet  von dem, nach dem ich mich sehne!“. Jetzt stand das Wort ADVENT komplett in großen Lettern am Altar. „Vielleicht haben Sie diese Woche einmal Zeit, diesen Advent ganz persönlich in Ihren Alltag hinein zu buchstabieren“, hat der Pfarrer vorgeschlagen. „Anschließend  dürfen Sie gerne Stille halten und Ihre Gedanken in einem freien Gebet zusammenzufassen und an Gott richten", meinte Pfarrer Stefan Fleischmann am Schluss seiner ermutigenden Predigt und wünschte in diesem Sinne einen gesegneten. Advent.

Advent St. Konrad 2022
Advent St. Konrad 2022