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Fastenvorträge in der Fastenzeit

Fastenvortrag PV Fiedler
Datum:
Veröffentlicht: 7.3.23
Von:
Bernhard Kuhn

An den ersten vier Fastensonntagen lädt Pfarrvikar Holger Fiedler zu Fastenvorträgen nach St. Konrad ein. Zum geistlichen Auftakt wird in der Kirche eine Kreuzwegandacht angeboten, dann folgt der Vortrag im Pfarrsaal . Im Anschluss daran ist in einer Stillen Stunde die Möglichkeit zur Eucharistischen Anbetung mit Beichtgelegenheit. „Versuchungen" war das erste Thema dieser Vortragsreiche.

Die österliche Bußzeit wird oft reduziert auf das Abnehmen. Das sei an und für sich nichts Schlechtes, die Lebensweise zu überprüfen, auch im Hinblick auf das, was dem Körper schade bzw. nütze, begann der Referent seinen Vortrag. „Allerdings geht es uns Christen, besonders den Katholischen und Orthodoxen Christen, beim Fasten um einen Gewinn: Wir wollen loskommen von schlechten Gewohnheiten und Lastern. Wir wollen uns abkehren von Sünde und Schuld, Vergebung erlangen, frei werden und dann nach den 40 Tagen voll Freude Ostern feiern; ein erneuertes Leben, ein befreites Leben darf Ziel unserer Fastenzeit sein.“ Im Evangelium des 1.Fastensonntags geht es um die Versuchungen Jesu in der Wüste. Der Versucher tritt dreimal an den Gottessohn heran, um ihn in Versuchung zu führen. Der Gottessohn aber ist nach dem Fasten nicht fix und fertig, sondern gestärkt: Er hat einen klaren Geist für die Versuchungen, erkennt sie und weist sie kräftig ab. Fastenzeit als eine Zeit der Erneuerung in Christus. Ziel ist das befreite, erneuerte Leben. Zunächst gehören Versuchungen in das Bild, das die Bibel vom Verhältnis Gott zu Mensch – Mensch zu Gott hat: Es ist ein personales Verhältnis. Holger Fiedler zeigt dazu in seinem gut verständlichen Vortrag viele Beispiele aus der Heiligen Schrift auf. „Gott macht uns Menschen zu seinen Bundespartnern; er will mit uns durchs Leben gehen, will Anteil haben an unserem Leben." Zusammenfassend können wir mit Papst Benedikt sagen: „Jeden Tag muss der Christ einen Kampf bestehen, der dem gleicht, den Christus in der Wüste von Judäa durchgestanden hat, wo er vierzig Tage lang vom Teufel versucht wurde … Es geht um einen geistlichen Kampf, der gegen die Sünde und letztlich gegen den Satan gerichtet ist. Es ist ein Kampf, der die ganze Person einbezieht und ständig aufmerksame Wachsamkeit erfordert.“

Die Fastenzeit möge uns einfach aufmerksam dafür bleiben lassen, dass wir als Jüngerinnen und Jünger achtsam dafür sein sollen: Was kommt von Gott, was kommt vom Bösen und führt zum Bösen, wo ist meine Bosheit, die mir und anderen das Leben schwermacht. Versuchungen erkennen, bewerten und abwehren, damit wir nicht in Sünde geraten. Das ist unsere beständige Aufgabe – wenn wir unser Leben nicht nur rein praktisch und profan betrachten, sondern als geistlichen Weg, auf dem wir von Gott gefordert und gefördert werden. Pfarrvikar Holger Fiedler hat seinen interessierten Zuhörern viele Denkanstöße gegeben Versuchungen zu erkennen, zu bewerten und abzuwehren, damit wir nicht in Sünde geraten. Das sei unsere beständige Aufgabe – wenn wir unser Leben nicht nur rein praktisch und profan betrachten, sondern als geistlichen Weg, auf dem wir von Gott gefordert und gefördert werden.