Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus

Festgottesdienst in der St. Marienkirche
Zum Hochfest der Apostelfürsten Petrus und Paulus fand in der Stadtpfarrkirche „St. Marien“ in Hof ein Festgottesdienst statt, den Pfarrvikar Holger Fiedler zelebrierte.
Die musikalische Umrahmung gestaltete Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer gemeinsam mit seiner Tochter Lea und seiner Frau Barbara. Es erklangen das Kyrie aus der Missa Brevis in D von Robert Jones, eine Komposition aus der Feder des Musikdirektors als Halleluja Ruf, „Kommt Seelen, dieser Tag“ aus dem Gesangbuch von Bach Schemelli, ein mitreißender Gospelgesang zu Brotbrechung und das Panis Angelicus während der Kommunionausteilung. Lea ließ zudem wieder die Kesselpauken zum Te-Deum erklingen.
Ein Fenster mit den Apostelfürsten ziert den Altarraum von der Marienkirche. Petrus mit seinem Attribut , dem „Schlüssel zum Himmelreich“ und Paulus, dessen Attribut das Schwert ist. Pfarrvikar Holger Fiedler hat in seiner ansprechenden Festpredigt diese Attribute, zum besseren Verständnis seiner Ausführungen, mitgebracht: einen Schlüssel und ein Schwert. „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen“, sagt Christus. „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein. Die Evangelien nennen Petrus als einen der ersten Zeugen der Auferstehung. Nach dem Pfingstereignis zieht Petrus mit den übrigen Jüngern aus, um in der ganzen Welt die Frohe Botschaft Jesu zu verkünden. In Rom erlitt er den Märtyrertod. Petrus wurde gekreuzigt, ließ sich aber auf seinen Wunsch hin mit dem Kopf nach unten kreuzigen, weil er sich selbst nicht als würdig ansah, auf die gleiche Weise wie Christus gekreuzigt zu werden.
Saulus, einst Christenverfolger, wurde um das Jahr 33 durch Christus selbst in einer Vision bekehrt. Die Apostelgeschichte berichtet, wie ihn auf dem Weg nach Damaskus ein himmlisches Licht umstrahlt und blind werden lässt Jesus führt ihn nach Damaskus, wo sich Paulus taufen lässt. Christus erwählte ihn zum Missionar der Völker. Diesem Auftrag kam er nach und besuchte die christliche Gemeinde in Jerusalem und verkündete das Evangelium. Sein Attribut ist das Schwert. Weil Paulus römischer Bürger war, wurde er nicht gekreuzigt, sondern mit dem Schwert hingerichtet. Sein Martyrium soll er im Jahr 64 erlitten haben. Blicken wir auf die beiden Apostel Petrus und Paulus: den Fischer aus Galiläa, den Jesus zu einem Menschenfischer machte; den Pharisäer, der die Kirche verfolgte und durch die Gnade zum Missionar der Heiden wurde. Lassen wir uns im Licht des Wortes Gottes von ihrer Geschichte inspirieren, vom apostolischen Eifer, der ihren Lebensweg geprägt hat.