Zum Inhalt springen

Festgottesdienst mit Sternsingern in St. Marien

Datum:
Veröffentlicht: 6.1.22
Von:
Bernhard Kuhn

Wie in den meisten Pfarreien des Hofer Landes wurde in der Stadtpfarrkirche „St. Marien“ das Hochfest der „Erscheinung des Herrn“ feierlich mit den Sternsingern begangen. Der Festgottesdienst, den Pfarrvikar Holger Fiedler zelebrierte, wurde teilweise auch von den „Sternsingern“ und ihrer engagierten Beauftragen Silvia Melzner mitgestaltet.

Die musikalische Umrahmung übernahm Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer mit seiner Familie. Dr. Ludger Stühlmeyer und seine Tochter Lea brachten das Festgeheimnis mit eigenen Kompositionen des Musikdirektors einfühlsam zum Klingen. Sein schwungvolles und tänzerisches Lied „Es sahen drei weise Könige“ entstand für die Sternsingeraktion 1999 im ZDF und erzählt in seinem Text von Rolf Krenzer die Geschichte der Heiligen drei Könige und ihrer Begegnung mit dem Kind in der Krippe. Ein weiteres „ musikalisches highlight“ war die sehnsuchtsvolle und einfühlsam von Stühlmeyer vertonte Ballade von Peter Gerloff . Sie drang, berührend schön vorgetragen von Lea Stühlmeyer, direkt in die Herzen der Gemeinde und beschreibt die Geschichte der Begegnung zwischen den Königen und dem Jesuskind. Außerdem brachten Ludger und Lea Stühlmeyer den Choral „O Jesulein süß“ von Johann Sebastian Bach zu Gehör, sehr beeindruckende musikalische Kostbarkeiten an diesem Hochfest. Nicht minder beeindruckend zeigten sich unsere Sternsinger mit ihrer Beauftragen Silvia Melzner, die das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion „Gesund werden- gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ sehr anschaulich der Gottesdienstgemeinde vorstellten. Weltweit hat die Gesundheitsversorgung von Kindern schon viele Fortschritte gemacht: Während 1990 noch 12,7 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag starben, konnte die Kindersterblichkeit bis 2015 halbiert werden. Die Folgen des Klimawandels und der Corona-Pandemie gefährden die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen erheblich – und sie bedrohen die Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte. Gemäß der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen hat jedes Kind ein Recht „auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit“. Die Partner der Sternsinger setzen sich mit vielfältigen Programmen weltweit für die Verwirklichung dieses Rechts ein. So erklärte eine Sternsingergruppe der Hofer Gemeinde, wie zum Beispiel Kinder in Afrika unter schwierigen gesundheitlichen Bedingungen aufwachsen. Gleichzeitig zeigten sie anhand von Beispielprojekten in Ägypten, Ghana und dem Südsudan auf, wo die Hilfe der Sternsinger ankommt und wie sie die Gesundheitssituation von Kindern verbessert. Seit ihrem Start 1959 hat sich die Sternsingeraktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,19 Milliarden Euro wurden seither gesammelt, mehr als 75.600 Projekte für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und soziale Integration. Träger der Aktion sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Es ist eine „Superaktion der Nächstenliebe“. In der St. Marien-Gemeinde“ waren 56 Kinder und Jugendliche mit ihren Gruppenleitern aufgeteilt in 17 Gruppen in der Stadt Hof, Tauperlitz und Döhlau unterwegs um als Heilige Drei Könige den Segen „20*C+M+B+22 (Christus Mansionem Benedicat)“ - "Christus segne dieses Haus" in die Häuser zu bringen und dabei Spenden für die Kinderhilfsprojekte zu sammeln. Das verdient höchsten Respekt für die jungen Pfarreiangehörigen und ihren Begleitern! Pfarrvikar Holger Fiedler bedankte sich am Schluss des Festgottesdienst bei der Musikerfamilie Stühlmeyer und nicht zuletzt bei den Sternsingerinnen und Sternsingern, sowie bei der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Silvia Melzner, die mit Gemeindereferentin Mechthild Fröh diese Aktion für St. Marien so vortrefflich vorbereitet hatte.