Festgottesdienst zum Beginn des Marienmonats Mai

Im Mai feiert die Kirche weltweit die Mutter Gottes. Zudem wird sie in Bayern am 1. Mai außerdem als „Patronin Bavariae“ verehrt. Wie kann man daher diesen Marienmonat schöner beginnen, als mit einem Besuch an einem Wallfahrtsort? In der näheren Umgebung gibt es einen, auf den alle Frankenwäldler sehr stolz sind. So haben sich das Pastoralteam und Gläubige aus den Gemeinden des Seelsorgebereichs Hofer Land nach Marienweiher aufgemacht, um in der wunderschönen Basilika einen Festgottesdienst zu Ehren der „Maienkönigin“ zu feiern.
Diesem stand der Leitende Pfarrer des SSB Hofer Land, Stefan Fleischmann, vor. Unter Orgelklängen zog er mit seinen Mitbrüdern Dekan Andreas Seliger, den Pfarrvikaren Holger Fiedler und Sebastian Schiller, Pfarradministrator Dr. Dieter Jung P. Thomas Köhler OSB, den Gemeindereferentinnen Sr. Margareta Fischer, Lisa-Maria Eberhardt, Michaela Meusel, Mechthild Fröh, Barbara Riedel, Beate Schmid, Religionslehrerin Grazyna Skop sowie mit Kreuzträger und den Ministranten in das vollbesetzte Gotteshaus ein. Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer hatte zu diesem schönen und lichtvollen Festtag besonders froh machende Musik ausgewählt. Zur Einstimmung brachte er gemeinsam mit seiner Tochter Lea und seiner Frau Barbara eine eigene Komposition, die Vertonung des beliebten Marienliedes „Die schönste von allen“ zum Klingen. Nach der Lesung sang Lea Stühlmeyer aus den Gesängen von Bach-Schemelli „Kommt Seelen dieser Tag“. Zur Gabenbereitung erklang das Ave Maria von Ludger Stühlmeyer und während der Kommunion seine Komposition für Sologesang, Flöte und Orgel „Wir bauen unsere Kirche neu.“ Pfarrer Stefan Fleischmann stellte seine gefühlsbetonte Predigt unter dem Aspekt der Schutzmantelmadonna. „Über dem Tabernakel des Hochaltars thront unter einem festlichen Baldachin das viel verehrte Gnadenbild, eine spätgotische Madonna aus Holz, bekleidet mit einem prächtigen, barocken Mantel“, sagte er. Tausende von Wallfahrern kämen jährlich nach Marienweiher, um hier vor dem Gnadenbild ihre Sorgen und Nöte auszusprechen. Und im Bezug zum Tagesevangelium, der Hochzeit zu Kana: „Wir reihen uns heute morgen in diese Schar ein in der Hoffnung, dass Maria - wie bei der Hochzeit zu Kana - unsere Nöte sieht und auch heute noch für uns eintritt: 'Wir haben keinen Wein mehr!' " „Maria hat einen weiten Mantel!“, betonte der Redner, „Wir dürfen uns vorstellen, dass unter dem schützenden Mantel alle Platz haben, und dass sie in ihrer Beziehung zu Gott eine Auge für diese Welt hat. Wenn wir auf Maria schauen, ihr vertrauen und sie anrufen, dann wird uns bewusst, dass wir als Kirche eine Solidargemeinschaft sind. Maria, die uns liebend Jesus entgegen hält, weitet unseren Blick eine Gemeinschaft zu sein, in IHM, durch IHN und mit IHM zu leben - hier auf Erden, und im Himmel droben!" „Diese Gemeinschaft der Heiligen feiern wir in jeder Liturgie!", fuhr der Redner fort. „Dies dürfen wir uns immer wieder bewusst machen, wenn wir Vorsteherdienste übernehmen, uns einbringen in die Liturgie als Organisten und Mesner, als Ministranten, Lektoren, Kommunionhelfer und Gottesdienste besuchen!" Mit einem der wohl ältesten Mariengebete schloss Pfarrer Stefan Fleischmann seine ansprechende und zu Herzen gehende Predigt: „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin, verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern errette uns jederzeit auch allen Gefahren. O du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. Führe uns zu deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne." Dieser Gottesdienst war wohl für alle Besucher eine wertvolle Bereicherung und ein segensreicher Beginn des schönen Marienmonats Mai.


