Friedensgebet für die Ukraine

Als Christen glauben wir an die Kraft des Gebets. Die Kirchen im Hofer Land laden in ökumenischer Verbundenheit zu Friedensgebeten für die Ukraine ein, so auch die Stadtpfarrkirche St. Marien in Hof, die jeden Sonntag um 17:30 ihre Pforten zu einem gemeinsamen Gebet für den Frieden öffnet. Viele Gläubige folgen der Einladung. Glockengeläut und einfühlsame Orgelklänge, intoniert von Familie Stühlmeyer bereichern das gemeinsame Gebet.
Pfarrvikar Holger Fiedler begleitete die versammelte Gemeinde mit einfühlsamen Texten aus der Heiligen Schrift, untermalt von markanten Liedern. „Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen und neu beginnen, ganz neu! Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns!“ Dieser Songtext von Thomas Laubach zum Beispiel entstand in den 90-ziger Jahren, damals beim Mauerfall, erinnerte Holger Fiedler. Was sich da als eine friedliche Revolution erwies, die ohne Blutvergießen endete, wird jetzt in der Ukraine ein Opfer des Krieges. „Wir setzen diesem Krieg unser Gebet entgegen“, betonte der Pfarrvikar. „Wir beten gemeinsam um den Frieden, den Gott uns allen schenken will!“ Als sichtbares Zeichen dafür entzündete jeder Andachtsbesucher an der Altarkerze ein Friedenslicht, das mit vielen anderen in Kreuzesform aneinandergereiht, mit seinem wärmenden Strahlen die Dunkelheit in unseren Herzen und in unserer Zeit ein wenig erhellen soll. Leitender Pfarrer des SSB „Hofer Land“, Stefan Fleischmann, hat für diese Krisenzeit folgende tröstende Worte geprägt:
Guter Gott, wir sind erschrocken über das, was gerade in der Ukraine passiert, was in diesen Stunden Radio, Fernsehen und Internet berichten. Wir empfinden großes Mitgefühl mit dem Volk in der Ukraine. Wir sind in Angst und Sorge, welche Folgen sich daraus ergeben. Wir sind unsicher, ob und wie uns selbst das alles betrifft und betreffen wird. Wir empfinden großes Mitgefühl mit allen, die darunter leiden, was jetzt geschieht. Wir spüren unsere Verantwortung als Christen, die Botschaft von Gerechtigkeit, Frieden und Wohlergehen für alle Menschen zu verkünden und zu leben. Inmitten dieser kriegerischen Auseinandersetzung dürfen wir uns deiner Gegenwart und Hilfe mitten unter uns versichern. Dabei erinnern wir uns an die Friedensverheißung deines Sohnes. In Solidarität mit den vielen Menschen auf der Welt beten wir um den Frieden. (Stefan Fleischmann, Pfarrer)
Ja, barmherziger Gott, wir haben Angst vor dem Krieg, der so viel Leid bringen wird – für Menschen in der Ukraine, in Russland und in ganz Europa. Wir beten für all die Verantwortlichen in Russland, der Ukraine, Belarus, den USA und der EU, dass sie Wege aus der Eskalation finden. Lass uns alle abrüsten mit Worten und Taten. Erweiche die Herzen derer, die hart geworden sind. Bewahre uns vor der Willkür der Mächtigen dieser Welt und bringe sie zur Erkenntnis ihrer Grenzen. Segne uns mit deinem Frieden, damit dein Friede sich auf Erden ausbreite!

