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Fünf mal fünf ist fünfundzwanzig

Ökumenische Alltagsexerzitien 2018
Datum:
Veröffentlicht: 31.3.18
Von:
Ulrich Tschoepe

Mathematisch betrachtet sicher nichts Weltbewegendes. Für die fünfzehn Christen der evangelischen Auferstehungskirche und der katholischen Filialkirche St.Otto aber durchaus ein Synonym für ihre Teilnahme an den Ökumenischen Alltagsexerzitien während der zurückliegenden Fasten- und Passionszeit. Über fünf Wochen fanden wöchentlich einmal unter Leitung von Prädikantin Frau Erika Pöllmann im Gemeindesaal in Moschendorf Gruppenabende statt. Sie verstand es wieder in der ihr eigenen ganz persönlichen Art und ihrer Überzeugung im Glauben die Schar der Suchenden zu einer Beleuchtung und Erforschung des eigenen Standortes in Glaubensfragen zu bewegen.

Die Autoren des evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Bayreuth, die Diözesanstelle Berufe der Kirche und das Referat Spiritualität im Erzbistum Bamberg gaben hierzu eine begleitende Broschüre an die Hand. Unter dem Oberbegriff

FÜRCHTE DICH NICHT - lebe ! -

fanden sich darin für fünf Zeitabschnitte die Themen

1. Woche Fürchte dich nicht – ich bin da

2. Woche Fürchte dich nicht – Gott steht Dir zur Seite

3. Woche Fürchte dich nicht – ich habe die Welt überwunden

4. Woche Fürchte dich nicht – vertraue mir

5. Woche Fürchte dich nicht – lebe,

ein weiteres Mal untergliedert in jeweils fünf Unterthemen, zusammen also fünfundzwanzig Tagesthemen. Denen widmeten sich die Teilnehmenden an den Gruppenabenden und vor allem auch täglich zu Hause in einer halben Stunde für sich allein bei Gebet, stillen Betrachtungen und In-sich-gehen – vor sich eine brennende Kerze. Ein Teil der Gruppenabende war unter anderem auch dem offenen Gespräch über das persönliche Ergehen unter Zusicherung der Vertraulichkeit vorbehalten. Nicht ohne Grund hatten sich die Autoren für die diesjährigen Exerzitien der Menschen Ängste und Sorgen angenommen, die ihnen das Leben schwer machen. Sie schufen damit eine willkommene und nützliche Hilfe im Alltag.

Der Tradition folgend kam die Gruppe noch ein sechstes Mal zusammen um Bilanz zu ziehen und beim anschließenden Pizza-Essen auch den geselligen Wert der Zusammenkünfte zu erfahren. Prädikantin Frau Erika Pöllmann kommt das Verdienst zu, dass aus der anfänglichen Gruppe eine Familie erwuchs. Danke, Frau Pöllmann. Ihr wurde außer Worten durch einen Strauß Frühlingsblumen und einer Dose ihrer Lieblingsnascherei Anerkennung zuteil. Einzige Bedingung: Naschen erst nach Ende der Fastenzeit!