Gartenandacht

Für eine gelungene Gartenandacht sind jede Menge Vorbereitungen zu treffen, aber all diese nützen wenig, wenn unser lieber Petrus nicht mitspielt. So hat er uns beim ersten vorgesehenen Termin für die diesjährige Gartenandacht in Tauperlitz bei den Familien Reinisch und Brückner im Stich gelassen – kalt und regnerisch war es, da mochte keiner draußen sitzen. Am vergangenen Freitag, 06. Juli, war das Wetter aber mehr als traumhaft – strahlender Sonnenschein und Wärme, ein leichtes warmes Lüftchen – besser konnte es nicht sein. Danke an den Herrn mit dem Himmelsschlüssel!
Wir suchen ja immer in „Gottes Schatzkästlein“ nach etwas Besonderem – was wir dieses Jahr fanden, kennt jeder, denn es wächst überall. Manche nennen es Unkraut: ungebetene Gäste, nicht bestellt und nicht geplant. Wir Frauen nennen diese Pflanzen, spätestens seit unserer Gartenandacht, Wildkräuter. Nicht nur, dass wir sie genau betrachtet und beschrieben haben; GR Beate Schmid ging in ihrer Andacht auf genau diesen Punkt ein - „genauer hinsehen“ was uns da im Garten, in der Natur und überhaupt im Leben, alles begegnet. Nein, Unkraut nennen wir Löwenzahn, Giersch, Schafgarbe, Vogelmiere, Brennnesseln und Co. nicht mehr so ohne weiteres – mit ihren vielen und guten Wirkstoffen haben sie eine freundlichere Betrachtung verdient.
Betend und singend genossen wir das besondere Flair einer Gartenandacht, die wir dann aber auch kurz unterbrachen um gemeinsam einen leckeren Imbiss zuzubereiten. Neben einer „Wildkräutersuppe Neunerlei“ und feiner Wildkräuterbutter auf Roggenbrot gab es auch noch eine erfrischende Gierschlimonde, die, wie alles (für manche überraschend) sehr fein schmeckte. Den guten Abschluss bildete die besonders schöne Geschichte von Renate Schubert „Die zwei Gärten“, die uns GR Beate Schmid vorlas, und der Segen, mit dem sie uns ins Wochenende entließ. Und wie jedes Jahr, durften die Frauen neben allen Rezepten und Pflanzenportraits auch wieder etwas selbst Hergestelltes mit nach Hause nehmen. Dieses Jahr eine bei Verletzungen helfende, wohltuende Ringelblumensalbe.
Ein besonderer Dank gilt Michaela Reinisch, die uns ihren Garten geöffnet hat, ebenso Beate Schmid für die Andacht mit ihren tiefgehenden Texten, Silvia Melzner für die musikalische Begleitung, ohne die wir nicht so kraftvoll und herzhaft mitsingen könnten, und allen Frauen, die tatkräftig und froh mitgeholfen haben, dass dies wieder ein ganz zauberhafter Gartenandachtsnachmittag werden konnte.









