Gedenken an den Seligen Bernhard Lichtenberg

Am 5. November gedenkt die katholische Kirche des Seligen Bernhard Lichtenberg.
Durch seinen Tod in Hof fühlen sich diesem mutigen Zeitzeugen die Hofer Gemeinden ganz besonders verbunden. 2013 ehrte die Stadt Hof Bernhard Lichtenberg, indem der Platz vor der Marienkirche der Hofer Altstadt in Bernhard-Lichtenberg-Platz benannt wurde, und durch einen Beschluss der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen von St. Marien und St. Konrad aus dem Jahr 2015 und die Genehmigung des Erzbischofs von Bamberg und des Bayerischen Staatsministeriums bilden die beiden Hofer Seelsorgebereiche St. Marien und St. Konrad seit dem 1. Juli 2017 die Katholische Pfarrei Bernhard Lichtenberg. An einer Säule an der linken Seite der Marienkirche befindet sich die Büste des Berliner Dompropstes, der als Märtyrer des Glaubens am 23. Juni 1996 durch Papst Johannes Paul II, selig gesprochen wurde. Am 27. Juni dieses Jahres hat Erzbischof Dr. Ludwig Schick in der Marienkirche eine Reliquie von Bernhard Lichtenberg in einem Schrein am Herz-Jesu Altar eingesetzt, und seitdem kann diese von den Gläubigen verehrt werden.
Nach einem feierlichen Gottesdienst am Gedenktag 5.November, den Pfarrvikar Holger Fiedler zelebrierte, begann die 9-tägige Novene um Fürbitte und Heiligsprechung des Seligen, die jährlich, um den Gedenktag herum, in jedem Gottesdienst in der Marienkirche gebetet wird. Bernhard Lichtenberg, der in der Berliner St.Hedwigskathedrale und in der Stadtpfarrkirche St. Marien in Hof besonders verehrt wird, wurde am 3. Dezember 1875 im schlesischen Ohlau geboren. Als vorbildlich frommer Priester, Dompfarrer, und Dompropst war Bernhard Lichtenberg in Berlin unermüdlich und unerschrocken in Seelsorge und Caritas tätig. Wegen öffentlichen Gebets für die verfolgten Juden und Kritik an den „Euthanasie“-Morden wurde er am 23. Oktober 1941 von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und dann am 22. Mai 1942 von einem Sondergericht verurteilt. Nach zweijähriger Strafhaft schwerkrank, verstarb er schließlich auf dem Transport in das Konzentrationslager Dachau am 5. November 1943 in Hof. Auf der Gedenktafel am Bernhard-Lichtenberg-Platz steht sein Ausspruch: „Ich werde meinem Gewissen folgen und alle Konsequenzen mit in Kauf nehmen, die sich daraus für mich persönlich ergeben.“ Seliger Bernhard bitte für uns!


