Geistliche Abendmusik in der Stadtpfarrkirche "Verklärung Christi"

Zu Beginn des Rosenkranzmonats fand in der Stadtpfarrkirche "Verklärung Christi" in Naila eine "Geistliche Abendmusik" mit namhaften Künstlern statt, die den Konzertbesuchern lange in guter Erinnerung bleiben wird.
Der Hofer Dekanatskantor Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer hatte das ansprechende Programm, in dem hauptsächlich marianische Stücke von Josef Gabriel Rheinberger, Ludger Stühlmeyer, César Franck, Heinrich Ignaz Franz Biber und Camille Saint-Saëns zur Aufführung kamen, vorbereitet. Als Interpreten waren eingeladen: Die japanische Sopranistin Aki Yamamura Neben dem Operngesang widmet sie sich intensiv dem deutschen und vor allem dem japanischen Liedrepertoire, das sie in Liederabenden vorstellt. Ein weiterer Künstler des Abends war der in Assisi geborene 1. Konzertmeister der Hofer Symphoniker Lorenzo Lucca (Violine). Über seine Tätigkeit bei den Hofer Symphonikern hinaus konzertiert er im In- und Ausland als Solist mit verschiedenen Orchestern. Dr. Ute van der Mâer spielte die Trompete. Van der Mâer,geboren in Wolgast, studierte an der Universität Potsdam Musikwissenschaft und Germanistik .Und schließlich an der Orgel: Dr. Ludger Stühlmeyer .Er ist in Melle am Teutoburger Wald geboren, ist Stadt- und Dekanatskantor, Musikwissenschaftler, Dozent und Komponist. Er studierte Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit der Promotion zum Doktor der Philosophie. Seit 1994 lebt er in der Stadt Hof. Sein musikalisches Werk ist beeinflusst von Personanz-Klängen und der Postmoderne und umfasst Kompositionen für Chor, Solo- und Kammermusik sowie für Orchester. 2013 wurde er zum Musikdirektor durch den ACV-Deutschland ernannt. Ein ausgewogenes Programm mit marianischen Weisen kam bei der "Geistlichen Abendmusik" zur Aufführung. Zunächst "Wie schön leuchtet der Morgenstern“ aus 10 Choralfantasien für Sopran, Violine und Orgel von Ludger Stühlmeyer. Eine sakrale Musik, die zwar anspruchsvoll ist, aber nicht überfordert, und gerade deshalb die Herzen der Zuhörer berührt. Lorenzo Lucca faszinierte mit der Passacaglia g-moll für Violine solo aus den Rosenkranzsonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber seine Zuhörer, welche als ein absolut einzigartiges Phänomen in der Musikgeschichte gelten. Mit vier verschiedenen Versionen des Ave Maria für Orgel und Sopran von den Komponisten Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901), César Franck (1822–1890), Giulio Caccini (1551-1618) und Camille Saint-Saëns (1835-1921), behutsam austariert dargeboten von Ludger Stühlmeyer und Aki Yamamura. Die aufmerksamen Konzertbesucher wurden mitgenommen auf eine spannende Entdeckungsreise, und konnten erkennen wie vielfältig man mit ein und demselben Text umgehen kann. "Jesus bleibet meine Freude" von Johannes Sebastian Bach (1685-1750) komponiert , drückten überzeugend Ludger Stühlmeyer auf der Orgel und Dr.Ute van der Mâer mit ihrer Trompete aus. Die strahlende Trompetenstimme von Ute van der Mâers schenkte vermischt mit den Orgelklängen einen feierlichen, Glanz. Zwischen den einzelnen Darbietungsblöcken vertieften marianische Betrachtungen und Gebete, vorgetragen von Dekan Andreas Seliger, den würdigen Andachtscharakter im Rosenkranzmonat, der der Gottesmutter gewidmet ist. Mit einem Abendlied für Violine und Orgel schloss der Hauptteil dieser wunderbaren "Geistlichen Abendmusik." Dekan Andreas Seliger zeigte sich hocherfreut über das wunderschöne Konzert und bedankte sich herzlich bei den vier Interpreten, die wahre Koryphäen der sakralen Musik sind. Ein weiteres sehr schönes Ereignis prägte diesen Tag: Dr. Ludger Stühlmeyer feiert seinen 60. Geburtstag. Dekan Andreas Seliger gratuliert im Namen des Dekanates Hof dem beliebten Kirchenmusiker auf das Herzlichste. Zu diesem Anlass überraschte die anwesende Interpretin Ute van der Mâer den Geburtstagsjubilar mit einer Festschrift, die sie mit vielen Gratulanten erstellt hatte, gefüllt mit zahlreichen netten warmherigen Grußworten, die von einem riesigen Maß an Wertschätzung zeugen. Zu den Gratulanten gehören neben Stühlmeyers Familie und vielen Freunden und Wegbegleitern u.a. Kardinal Dr. Paul Josef Cordes, Erzbischof em. Dr. Karl Braun, Prof. Dr. Franz-Peter-Tebartz van Elst, Dekan Andreas Seliger, und auch der Autor dieses Berichtes Bernhard Kuhn, der zum Abschluss des Abends sein Grußwort als Laudatio für den Geburtstagsjubilar vortrug. Neben Stühlmeyers hervorragenden künstlerischen Qualitäten, die außer Frage gestellt sind, skizzierte Bernhard Kuhn vor allem den "Mensch Ludger Stühlmeyer." "Musik spricht die Seele an", sagte Kuhn "Dies ist ein hoher Anspruch, den du lieber Ludger im höchsten Maße beherrscht. Er verlangt neben aller musikalischen Gesetze und Formen vor allem eine liebevolle, demütige und inbrünstige Sensibilität für den guten Geist Gottes in unserer Zeit, mit dem du und deine Barbara vom Herrn reichlich ausgestattet worden seid!" Dem begeisterten Schlussapplaus ließ das Geburtstagskind bereitwillig eine Zugabe folgen, eine Improvisation von "Lobe den Herren" im symphonischen Stil, in der nochmals die volle Klangpracht der Orgel zur Entfaltung kam. Möge es der Herr fügen, dass sich das Hofer Land noch lange über die musikalischen Qualitäten der Familie Stühlmeyer freuen kann.