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Große Freude über das neue Seniorenzentrum „St. Otto“

Neueröffnung Seniorenheim St. Otto
Datum:
Veröffentlicht: 5.3.23
Von:
Bernhard Kuhn

Gottesdienst und Segnung des neuen Gebäudes mit Diözesanadministrator Weihbischof Herwig Gössl

Es war ein Tag der Freude das neue Seniorenzentrum „St. Otto“ seiner Bestimmung zu übergeben und die darin befindliche wunderschöne Kapelle zu segnen, die nun auch Gottesdienstraum für die Gläubigen der vor einer Woche geschlossenen St. Otto Kirche ist.

Dazu ist Diözesanadministrator Weihbischof Herwig Gössl aus Bamberg gekommen um zusammen mit Leitendem Pfarrer Stefan Fleischmann, Dekan Andreas Seliger Domvikar Gerd-Richard Neumeier und Gemeindereferentin Mechthild Fröh diesen Festgottesdienst zu feiern. Den Mesnerdienst übernahmen Bernd Fritscher und Gottfried Zimon.  Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer, Orgel, und seine Tochter Lea, Gesang, gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit “Kommt Seelen, dieser Tag”, von Johann Sebastian Bach, dem von Barbara und Ludger Stühlmeyer getexteten und komponierten Lied zu Heinrich und Kunigunde, “Glaubend leben im Alltag” sowie dem “Ave verum” von Wolfgang Amadeus Mozart.

Leitender Pfarrer Stefan Fleischmann begrüßte den hohen Gast aus Bamberg. Der Weihbischof bezog sich in seiner Ansprache auf die Lesung aus dem Kolosserbrief. Dort geht es in Kol 3, 12-17 um eine „Hausordnung“ wie sich Weihbischof Gössl ausdrückte. Geschrieben sei sie tatsächlich für das Haus einer antiken Familie, zu der neben den direkten Familienangehörigen auch das Gesinde, die Arbeiter und Sklaven dazugehörten. „Es sind aber wunderbare Ratschläge, so dass man sich diese Hausordnung gerne in jedes Haus hängen möchte, auch hier in unser neu errichtetes Caritas- Seniorenzentrum St. Otto mit der Tagespflege Kolpinghöhe“, sagte der Bischof. „Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen“, schreibt Paulus. „Jeder, der das Haus betritt, soll wissen: Ich bin von Gott geliebt, ich bin von ihm auserwählt. Ich bin ein Heiliger. Ich muss dazu nicht erst Großartiges leisten. Ja, ich muss vielleicht als Bewohner hier lernen damit klarzukommen, dass meine Leistungsfähigkeit immer mehr abnimmt- körperlich und geistig. Aber ich bin und bleibe von Gott geliebt und angesehen!“ betonte Weihbischof Gössl. In einem weiteren Gedanken heißt es in der Hausordnung des Paulus: „Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht.“  „Das Wort Caritas steht als erstes im Titel dieses Hauses, und Caritas heißt nun einmal nichts anderes als Liebe! Und auf die Frage, woher diese Liebe kommt gibt Paulus ebenfalls gleich die Antwort in seiner Hausordnung: „In eurem Herzen herrsche der Friedens Christi!“ Möge die Hausordnung des Apostels Paulus hier immer in Geltung bleiben und beherzigt werden. Und möge aus diesem Haus die Liebe Gottes zu uns Menschen strahlen und erfahrbar werden!“ wünschte der hohe Gast aus Bamberg dieser neuen Einrichtung. Darauf folgte die Segnung der Kapelle. Nach dem Gottesdienst wurden das neue Seniorenzentrum und die Kreuze, die in die Zimmer kommen, gesegnet. Der Weihbischof schreitet mit dem liturgischem Dienst durch die Räume und schenkte so manchem Heimbewohner ein freundliches Wort. Nach einem Sektempfang folgten Festreden und Grußworte. Friederike Müller von der Geschäftsführung der Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde freute sich über die vielen Ehrengäste, Unterstützer und Wegbegleiter und nannte namentlich Weihbischof Herwig Gössl,  den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der Caritas gGmbH Domvikar Gerd-Richard Neumeier, Leitenden Pfarrer Stefan Fleischmann, den evangelischen Pfarrer Rainer Mederer, Caritasdirektor Michael Endres. den Vorsitzenden der Caritas für das Dekanat Hof Matthias Lentzen ,ehemaligen Vorsitzenden Manfred Möckl, Oberbürgermeisterin der Stadt Hof Eva Döhla mit Stadträten, zweite Bürgermeisterin Angela Bier, 2. Vorstand der Schiffauer-Stiftung und Hospitalstiftung Hof Sebastian Oehme, Vorstandsvorsitzenden Dekan Andreas  Seliger und geschäftsführenden Vorstand des CV Stadt- und Landkreis Hof Christian Nowak.  Geschäftsführerin Friederike Müller bedauerte es, dass Pfarrvikar Holger Fiedler nicht kommen konnte. Fiedler habe gemeinsam mit der Caritas viele Hürden gemeistert und sich immer sehr für diese Einrichtung eingesetzt. Ferner begrüßte Friederike Müller Ehrengäste der Joseph-Stiftung, Architekten, Vertreter der Sozialverbände, Pflegdienstleitungen und Mitarbeiter und nicht zuletzt die wichtigsten Menschen im Haus: die Bewohnerinnen und Bewohner. Es folgten Festreden und Grußworte. Sie alle hatten den gleichen Tenor: Große Freude und Dankbarkeit über das geglückte Bauvorhaben!  Erster Vorsitzender des Caritasverbandes für das Dekanat Hof, Matthias Lentzen verglich das Vorhaben mit einer Zugfahrt: „Der Vorstand des Caritasverbandes ist in diesen Tagen vor rund 10 Jahren in einem  Zug eingestiegen. Dieser fuhr los, und wie das immer so ist, zieht  zu Beginn die Landschaft erstmal gemächlich am Fenster vorbei. Und der Zug beschleunigte, wurde schneller. Doch bisweilen ging es zum Glück so flott, dass sich das Bild vor dem Auge verwischte. Niemand zog die Bremse, weil die Richtung stimmte. Wir haben über Hindernisse gesprochen, Lösungen gesucht und gefunden. Und vor allem, wir hatten auch den Mut es laufen zu lassen!" Und nun hätte der Zug eben mal angehalten, fuhr der Redner fort. "Das Bild ist wieder klar, und wir steigen aus um uns umzusehen, aber die Fahrt geht nachher weiter! Also werden wir, der Caritasverband, der Zweckverband Kolpingshöhe, Friederike Müller , Caritasdirektor Michael Endres und die Leiterin vom neuen Seniorenheim Angela Limmer weiter Pläne machen, um die Zukunft des Heimes und seiner Bewohner in die richtigen Gleise und Bahnen zu führen!" - Oberbürgermeisterin Eva Döhla freute sich außerordentlich über das gelungene neue Projekt. "Ich bin begeistert!", sagte sie. "Sowohl, was die bauliche Umsetzung, als auch das Konzept angeht! Alles in allem wird deutlich, dass hier absolute Expertinnen und Experten am Werk sind- sowohl was die Planung, aber auch due Umsetzung und den Betrieb dieser Einrichtung angeht! Eva Döhla gratulierte im Namen der Stadt Hof ganz herzlich zu dieser neuen Einrichtung und wünschte allen Mitarbeitenden und den Bewohnerinnen und Bewohnern viel Gesundheit, viele gute Begegnungen sowie Herzlichkeit, die eine Pflegebeziehung immer ausmachen sollte, und bedankte sich für das große Engagement. Diözesan- Caritasdirektor Michael Endres nannte es einen mutigen Schritt in Zeiten explodierender Baukosten , in Zeiten aufwendiger, rechtlicher und baulicher Vorgaben von Seiten der öffentlichen Hand, in Zeiten des enormen Fachkräftemangels und so mancher weiterer Unwägbarkeiten, einen vollständigen Neubau einer vollstationären Pflege- und Senioreneinrichtung mit Tagespflege zu wagen. Lentzen bedankte sich im Namen des Caritasverbandes der Erzdiözese Bamberg beim Bauherrn, dem Caritasverband für das Dekanat Hof Zweckverband Altenheim, bei Matthias Lentzen und den Vorständen, insbesondere bei Friederike Müller und ihrem Team für die Geschäftsführung. „Ohne Sie und Ihren Mitarbeitenden wäre der bisherige, wie auch der künftige Betrieb und die erfolgreiche Durchführung dieses Neubauvorhabens nicht möglich gewesen“, sagte der Caritas-Direktor und fügte zwei sozialpolitische Anliegen an: Zum einen sei dieser Ersatzneubau ein klares Bekenntnis der Caritas zur ländlichen Region und für diese Region. Der Beitrag der Caritas sei es diese Region zu stärken und für die Menschen attraktiv und lebenswert zu halten. "Deshalb braucht es endlich Lösungen, damit solche schönen neuen Einrichtungen auch gut belegt werden können. Das wäre wirklich wichtig!" Sein zweiter sozialpolitischer Gedanke ist eine Bitte: „Ich bitte die anwesenden Mandatsträgerinnen und -träger und die Verantwortlichen der Politik das Ansinnen und die Bemühungen von uns Caritas zu unterstützen, dass es neue und vor allem endlich spürbare Verbesserungen bei der Finanzierung der Pflegeplätze für die Menschen geben muss!" Eine qualifizierte Pflege müsse sich jeder leisten können. Die Pflegeversicherung als derzeit bestehende Teilkaskoversicherung sei keine Hilfe mehr. Die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen stünden oft vor der enorm schwierigen Entscheidung wie zum Beispiel ein stationärer Pflegeplatz überhaupt finanziert werden könne", so der Caritasdirektor. Es folgten weitere Grußworte zu diesem bedeutsamen Ereignis. Nach dem Mittagessen wurde eine Führung in kleinen Gruppen durch das Haus angeboten. „Möge aus diesem Haus die Liebe Gottes zu uns Menschen strahlen und erfahrbar werden!" (Herwig Gössl, Weihbischof)

Neueröffnung Seniorenheim St. Otto
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