Helau im Lichtenbergbau
Fasching der Superlative
Zirka 130 Narren aus dem katholischen Hof und Umgebung zog es am 15.02.20 in das Pfarrzentrum Bernhard Lichtenberg an der St. Konradskirche. Hier erwartete sie zur Stärkung für den Abend ein reichhaltiges Buffet, das von den vielen ehrenamtlichen Helfern zusammengetragen worden war. Um den Ausschank der Getränke kümmerte sich die Jugend, die an ihrer Bar eine reichhaltige Auswahl im Angebot hatte. Die musikalische Umrahmung übernahm in diesem Jahr das „Duo Ran 2“ und sorgte bis in die frühen Morgenstunden mit Walzer, Foxtrott und Rockmusik für Stimmung.
Nach dem Essen begann das offizielle Programm, bei dem sich Gäste und Angehörige der Pfarrei Bernhard Lichtenberg wie jedes Jahr mächtig ins Zeug legten. Matthias Ringholz, der als Moderator durch den Abend führte, brachte die Anwesenden auf Betriebstemperatur, indem er mit ihnen den bekannten Schlachtruf „Lichtenberg Helau“ anstimmte. Der erste Höhepunkt des Abends ließ nicht lange auf sich warten: Die „Hofer Wärschtlamänner“ von der Narhalla Hof gaben einige humoristische Lieder über die aktuelle Lage in Hof zum Besten, so auch über die neuartigen Berge im Stadtzentrum, deren höchste Erhebung der „Mount Fichtner“ sei. Tosender Beifall war ihnen sicher. Nach einer kurzen Tanzrunde war Bernhard Wagner an der Reihe. Er berichtete in seiner Büttenrede Interessantes und Neues aus dem Katholischen Hof und Umgebung und erntete dafür ebenfalls ein „dreifaches Lichtenberg Helau“. Kurze Zeit später wurde zu einem speziellen „Verhör“ durch Hauptkommissar Dr. Dietrich geladen. Hauptverdächtige in diesem Kriminalfall waren unsere beiden Pfarrer, die sich mit Bibelzitaten aus der Affäre ziehen wollten, als Marionetten von Susanne Hoch, die im Hintergrund die Fäden zog, aber keine echte Chance hatten. Nachdem eine schwungvolle Polonaise die Stimmung im Saal weiter angeheizt hatte, nahte ein weiterer Glanzpunkt des Abends: Die zwei Kirchtürme der St. Marienkirche marschierten ein, die natürlich keine Geringeren waren als Pfarrer Fiedler und Pfarrer Wiedow. Sie beleuchteten das Hofer Leben aus ihrer ganz eigenen Perspektive und verursachten so den ein oder anderen Zwerchfellmuskelkater. Das Publikum bedachte sie mit enthusiastischem Beifall. Nach ein paar weiteren Tanzrunden kamen unsere Gäste aus der evangelischen Kreuzkirche zu Wort. Sie erzählten auf eindrucksvolle Weise vom Weiterkommen mit der Deutschen Bahn im Winter hier im Hofer Land. Auch sie wurden mit einem lautstarkem „das war Spitze“ belohnt. Anschließend durfte wieder das Tanzbein geschwungen werden. Besonders die Rocknummern animierten Jung und Alt zu manch akrobatischer Tanzeinlagen. Mit einem „schee woars“ und „nextes Joar komma widda“ ging auch dieser großartige Pfarrfasching 2020 zu Ende.