Hofer Wallfahrt

Fuß-, Rad und Buswallfahrt nach Marienweiher
Am Samstagden 09.07. trafen wir uns um 7:30 an den roten Röhren der ehemaligenLandesgartenschau an den Saaleauen.
Zu diesemZeitpunkt waren die Fußwallfahrer schon 2 ½ Stunden ab St. Marien mit PfarrerFiedler unterwegs.
Nach einemstimmungsvollen „ Danke für diesen guten Morgen-Lied“ und voll geistlichemImpuls, starteten wir die Räder, um gleich darauf das erste Hindernis,verstreute Glasscherben einer geborstenen Autoscheibe zu umfahren.
In gemütlichemTempo rollten wir mit 7 Rädern, 1 Sportrad und 6 Mountainbikes der Saaleentlang gegen Oberkotzau, um schließlich erste Station in Schwarzenbach bei derFischinsel zu machen. Wer musste, konnte die blitzblanken Toiletten derGemeinde nutzen oder ganz einfach eine Stärkung zu sich nehmen.
Nachdem wirSchwarzenbach hinter uns gelassen hatten, fuhren wir durch Förbau hinauf zurDammkrone des Förmitzspeicher’s. Mancher fuhr, wieder andere schoben, dochwaren wir letztendlich Alle oben.
Auf derruhigen Landstraße nach Benk hatten wir eine tolle Aussicht auf Münchberg, denFrankenwald, die Windräder und das Fichtelgebirge, dass sich hinter Sparneckaufbaute.
Hier ändertesich die Oberflächenbeschaffenheit von Asphalt auf Schotter und Berge taten ihr übriges.
An derFilialkirche zu Sparneck angekommen, rasteten wir und bewunderten die innerenWerte der Kirche.
Ein kurzerImpuls und zwei, drei Strophen von „Großer Gott wir loben dich“ und schon ginges weiter zum eigentlichen „Impulszentrum“, der Filialkirche St. Otto in Zell.
Die Beinemochten nicht mehr so recht, doch irgendwie musste das zu schaffen sein,wartete doch schon seit geraumer Zeit der Messner dort auf uns.
Man musswissen, dass diese Kirche selten geöffnet ist und wir schon sehnlichst erwartetwurden.
Der Messner,Religionslehrer im Ruhestand, empfing uns mit Glockengeläut und freudigerErwartung, waren wir doch die erste Radwallfahrergruppe, der er die Kirche undihre Räumlichkeiten erklärten durfte.
Die kleineKirche beeindruckte uns sehr. Wir fanden ein oberirdisches Gewölbe, ähnlich wieman es früher für den Kellerbau verwendete. Eine Bankseite war mit Schutzfolieabgedeckt, die andere war geöffnet. Der Raum fasst maximal 60 Personen.
In dieserKirche hielten wir gut 20 Minuten meditierend, singend und betend inne, um unsdanach zu unserer langersehnten Mittagspause zu Familie Müller in den 3 kmentfernten Ort Grosenau aufzumachen.
Und was unsda erwartet war gewaltig. Bratwürste vom Grill, Erdbeerkuchen, Kaffee,Getränke, weiche Sitzkissen, ein Bauernhofgarten, Fischteiche, Federballspielund eine nicht mehr endend wollende Pause.
DieGastfreundlichkeit war überwältigend und wir dankten es mit kleinen Geschenken.
Doch wollenwir auch nicht vergessen, wir feierten dort auch den Geburtstag einerWallfahrerin.
Gut ausgeruhtund gestärkt machten wir uns nach fast einer Stunde Pause auf, um den nächstenBerg zu erklimmen/erschieben.
Die Zeit warweit fortgeschritten und der Weg nach Sauerhof noch lang.
So fuhren wirauf ruhigen Landstraßen gegen Stammbach, bogen auf einen Flurweg nachSenftenhof ein, um schließlich in Förstenreuth den letzten, aber steilen Berg,zu meistern.
In schnellerFahrt durch den Wald gelangten wir 15 Minuten vor drei in Sauerhof an.
Welch Wunder,wir hatten noch viel Zeit um uns aufzufrischen, denn die Buswallfahrer kamenerst 15:30 in Sauerhof an.
Gemeinsam mitden Fußwallfahrern und den Buswallfahrern, starteten wir mit Pfarrer Fiedlerdie Hauptwallfahrt über Weickenreuth nach Marienweiher.
Der polnischePater empfing uns bei strahlendem Sonnenschein an den Stufen der Basilika und„taufte“ uns geradewegs noch mal, zumindest diejenigen, die gar zu vorwitzigwaren.
ZumWallfahreramt kamen dann noch diePKW-Fahrer hinzu, so dass wir am Ende ca.50 Wallfahrer waren. Im Anschluss andas Amt konnte wer wollte ein Abendessen in einer der Gaststätten einnehmen.
Ab 19:30erfolgte dann die Heimfahrt nach Hof.
Bernhard Wagner