Kräuterweihe: Alter Brauch lebt wieder auf
2011 KFB feiert einen Tag früher Maria Himmelfahrt mit Kräuterweihe in St. Pius
Die Verehrung Marias ist ein alter Brauch, da Maria alsMutter Gottes und Fürsprecherin vor Gott eine besondere Stellung einnimmt.Marienfeiern werden seit Ende des 7. Jahrhunderts zahlreich in katholischen Gottesdienstengefeiert. Der Höhepunkt ist am 15.August das Fest Maria Himmelfahrt, das auch„Heimgang“ genannt wird, da die Mutter unseres Herrn Jesus Christus mit Leibund Seele in den Himmel aufgenommen wurde. Daher stammt auch die Bezeichnung„Himmelskönigin“.
Fleißige Helferinnen des Frauenbunds und der FaßmannsreutherKräuterfrauen bereiteten für die Gottesdienstbesucher Kräuterbüscheln vor.Geweihte Büscheln konnten später auch Gottesdienstbesucher in St. Konradmitnehmen. Ein herzliches Dankeschön an Frau Marianne Franke.
Die Kräuterweihe zur Zeit der Getreidereifung und derblühenden Natur ist der Auftakt zum Sammeln der Kräuter, da sich die Heilkraftder Kräuter, durch die kürzeren Tage, deutlich erhöht. Die geweihten Büscheln werden in den Herrgottswinkel, in den Dachböden, Stall und anderen Räumengehängt. Dort bleiben sie über den Winter um Menschen und Tiere vor Krankheit,Blitzschlag oder Feuer zu schützen. Das Binden der Büscheln unterliegt altemBrauchtum und Regeln. Die Anzahl der Kräuter im Buschel entspricht entweder deralten heiligen Zahl 7 oder einer Zahl, welche durch 3 teilbar ist (9,12,18,72,99)und auf die göttliche Dreifaltigkeit hinweist. Die Königskerze im Buschel sollbeispielsweise gegen Feuer und Blitzschlag schützen.
Pater Thomas Köhler zelebrierte die Messe, die von Frauenaus dem Frauenbund mit vorbereitet wurde. Auf vielfachen Wunsch unten dieFürbitten zum Nachlesen. Zum Kräutersegen kam am Ende des Gottesdienstes nochder Wettersegen. Der Gottesdienst nach altem Brauch mit bekannten Liedern warLabsal für die Seele.
Der Kräuterfrühschoppen im Anschluss an den Gottesdienstfand großen Anklang. Zum „Konrad und Mariechen“ Bier oder verschieden Teeskonnten verschieden Kräuterspezialitäten zu deftigem Bauernbrot genossenwerden.
Eine gelungene Veranstaltung, die sicherlich im nächsten Jahrwieder stattfinden wird.
Zum Gelingen haben viele Helferinnen beigetragen. Einherzliches Dankeschön an alle Helferinnnen, besonders an die FaßmannsreutherKräuterfrauen und an Frau Edelmann für ihren spontanen Einsatz an der Orgel.