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Mallorca: eine Reise wert

KDFB, Studienfahrt nach Mallorca
Datum:
Veröffentlicht: 17.11.18
Von:
Mechthild Fröh
Eine Studienreise führt 19 Frauen auf die Insel
KDFB, Studienfahrt nach Mallorca

Eine besondere Studienfahrt führte den Katholischen Frauenbund Bernhard Lichtenberg nach Mallorca; 19 Frauen, darunter drei  Gäste aus Hof und vier  Frauenbundsmitglieder aus Höchstadt verbrachten 6 erlebnisreiche Tage am ehemaligen Wirkungsort der Gemeindereferentin Beate Schmid, die die täglichen Ausflüge  liebevoll zusammengestellt hatte und die Reise umsichtig  leitete. Passende Textpassagen beispielsweise aus dem Neuen Testament und allseits bekannte Lieder fügten sich ganz selbstverständlich für die Gruppe in den Tageslauf und bereicherten  wirklich unsere Eindrücke von Architektur, Land und Leuten und unserer  harmonischen Gemeinschaft.
Für einige aus der Gruppe war es der erste Flug: Die erfahrenen Teilnehmerinnen kümmerten sich liebevoll um die Neulinge, so dass jeder die Reise über den Wolken genießen konnte. Gleich am ersten Abend entstand im Rahmen einer ausführlichen Rundfahrt mit einem Touristenbähnchen ein erster Eindruck von der Playa de Palma, dem Meer und natürlich auch dem „Ballermann“. 
Die unbeschreiblich schöne und beeindruckende Kathedrale in Palma de Mallorca erschloss sich uns durch die fachkundige Führung Dr. Joan Bestard, der als Domprobst und ehemaliger Generalvikar, wie kein anderer auf die Schönheiten dieses Gesamtkunstwerkes eingehen kann. Immerhin hat er schon Angela Merkel in die Geschichten der Kathedrale  eingeweiht: nun auch uns, den Frauenbund aus Hof! Eine gute Freundin Beates übernahm im Anschluss eine ganz individuelle Führung durch Palma, die schönen Straßen und Cafes, die Markthallen, der Jachthafen, Kunst und Geschichte an allen Ecken und Enden. Eine Pause in einem wunderschönen, schattigen Cafe hatten alle dringend nötig, das Gesehene wurde im Gespräch verarbeitet und hat uns alle erfüllt. Der größte Teil der Gruppe besichtigte weitere wichtige und absolut sehenswerte Orte der 400.000 Einwohnerstadt im Rahmen einer zwei stündigen Stadtrundfahrt in einem Doppeldeckerbus: grandios! 
Ob zwei Männer, die uns auffällig an einer Bushaltestelle beobachteten sich nur zufällig unter unsere Gruppe mischten oder es auf unsere Handtaschen abgesehen hatten, bleibt Gott sei Dank offen. Wir haben jedenfalls gut aufeinander aufgepasst und den beiden deutlich gezeigt, dass wir auf der Hut sind! 
Ab dem dritten Tag stand uns täglich ein Kleinbus mit seinem souveränen Fahrer Juan Jordi zur Verfügung. Sicher und als Gruppe bestens beieinander  war es möglich, viele Reiseziele anzusteuern: der Markt in Sineu, rund um die Kirche angesiedelt, hatte neben kulinarischen  Köstlichkeiten und  zum großen Teil für Frauen  verlockenden Angeboten auch Tiere zu bestaunen, schwarze Schweine, Vögel, Hunde, Ziegen....die ersten Mitbringsel wurden besorgt. Das wunderbare Wetter erlaubte einen atemberaubenden Blick von der Kirche Bonany ( gutes Jahr) ins Tal bis nach Petra und hat uns tief beeindruckt. Leider schlug das Wetter um; Regen und Nebel verhinderten einen ungetrübten Blick  während der steilen Serpentinenfahrt hinauf zur Eremita de Sant Salvador (509 m) über Felantix zum Aussichtspunkt mit dem riesigen Kreuz und der Jesusstatue auf dem Gipfel. Letzte Station an diesem Tag der Berg Randa mit drei Klöstern, von denen nur noch eines von drei Mönchen bewohnt wird. Ein wunderbarer Regenbogen und strahlende Sonne vermittelten einen ganz besonderen Eindruck: als hätte es nie geregnet! 
Wer noch nie in Valldemossa war, sollte dies bald nachholen: Chopin und die Schriftstellerin George Sand haben hier gewirkt. Man kann sich sehr gut vorstellen, welche Inspiration von diesem malerischen Ort ausgeht, wir haben uns gleich in die idyllischen Gassen verliebt! Auf dem Weg nach Deià gehörte unbedingt ein Halt am Aussichtspunkt  Son Marroig mit Blick zum „Lochfelsen“ Na Foradada dazu, ein Felsen in Form eines Fisches bietet einen wunderbaren Kontrast zum Meer, unvorstellbar schön! Deià selbst beeindruckt durch eine Architektur, die nahtlos in die Landschaft eingepasst ist, selbst das luxuriöse Hotel La Residencia, in dem wir „nur“ einen Kaffee einnahmen, eine Übernachtung kostete mehr als unsere gesamte Reise. Die Pfarrkirche Joan Baptista und der dazugehörige Friedhof mit dem gigantischen Panorama luden uns zu einer Andacht ein: Geben und Nehmen, sich an der Hand halten, Gemeinschaft spüren.... 
Die beste Eisdiele in Soller war unser Tagesabschluss genauso wie ein Besuch in der Pfarrkirche Sant Bartomeu. Eine  ganz besondere Fahrt mit der für den Ort kennzeichnenden Straßenbahn haben wir uns für das nächste Mal aufgehoben! Die Rückfahrt ins Hotel verkürzten wir uns mit inbrünstigem Gesang alter Schlager und Volkslieder.. dem Fahrer wird es  manchmal zu schrill gewesen sein! 
Ein Trüppchen besuchte nach dem Abendessen noch den Mega Park auf Ballermann Nr 6 und verpasste knapp den Auftritt eines Schlagerkönigs, die Bodygards und Türsteher ließen auch keinen Eintritt unserer Damen zu, sie vermuteten sicher zu Recht, dass der Alkoholumsatz nicht der gängigen Norm entsprechen könnte. Schinkenstraße, Bierstraße: muss man mal gesehen haben! 
Unser letzter Ausflug führte nach Consell: ein guter Bekannter Beates Hr. Stalter erwartete uns in einer Mandelfabrik, Mandeln typische Zutat für mallorquinisches Gebäck. Die Produktion beeindruckte uns durch viel Handarbeit und einen langgedienten Maschineneinsatz. Johannesbrot und die Verarbeitung der Kerne zu Mehl war ein weiterer Produktionszweig. Auf diese Weise wurde klar, wie es mit den immensen Ernten von Mandel,-  und Johannesbrotbäumen weitergeht.
Kloster Lluc gehört zu den bekanntesten Zielen auf Mallorca, da mussten wir natürlich auch hin: leider regnete es und so konnten wir neben dem Besuch der schwarzen Madonna in der Klosterkirche den berühmten Rosenkranzweg nicht erwandern. Die Blauen Jungs, ein künstlerisch sehr hochgeschätzter Chor aus den in Lluc ausgebildeten Internatsschülern hatte an diesem Tag bereits gesungen. Als Entschädigung feierte eine Gruppe mit einem kongolesischen Priester einen Gottesdienst und stimmte selbst gemeinsam mit ihm ein Taize Lied an: Meine Hoffnung, meine Freude....In Binissalem beschloss eine Überraschung in Form einer Weinprobe den Tag, die Sonne begleitet uns wieder! 
Am Tag der Heimreise hatte jeder vormittags die Gelegenheit, noch einmal ans oder ins Meer zu gehen und an der Playa de Palma zu schlendern.Ein bisschen wehmütig war es schon, die künstlerischen Sandburgen ein letztes Mal zu bewundern, bei angenehmenen Temperaturen Touristen zu begegnen, die offensichtlich noch dort geblieben sind.... 
Heimflug kein Problem: alle kennen sich nun mit Sicherheitskontrolle und Boarding aus. 
Bei der Landung in Nürnberg  folgte der Abschied von den 4 Höchstädterinnen, die ganz selbstverständlich zu uns gehörten, Heimfahrt mit der Bahn: ein wunderbare Reise ist zu Ende: wo geht es nächstes Mal hin?

Geschrieben von Sieglinde Palitza

KDFB, Studienfahrt nach Mallorca