Mühen und kämpfen um den Frieden

Die Zeit der Entscheidung
49 Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!
50 Ich muss mit einer Taufe getauft werden und wie bin ich bedrängt, bis sie vollzogen ist.
51 Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, sondern Spaltung.
52 Denn von nun an werden fünf Menschen im gleichen Haus in Zwietracht leben: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei;
53 der Vater wird gegen den Sohn stehen und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.
Frieden ...diesen Wunsch nach Frieden tragen wir alle in uns.
Frieden finden in einer Welt des Unfriedens und der Grausamkeit.
Frieden finden bei der Arbeit
Frieden in der Familie
Frieden finden in sich selbst, um wirklich bei sich zu sein.
Aber Frieden geschieht nicht einfach ohne Zutun. Gott will, dass wir uns den Frieden erarbeiten, zuvörderst in uns selbst. Immer geht es darum die richtigen Entscheidungen zu treffen und zu handeln. Im Kleinen wie im Großen. Und immer ist dabei das Handeln wichtiger als es Worte sind, denen kein Handeln folgt.
Wenn das Handeln ausbleibt, lassen wir unser Gegenüber im Unklaren oder verletzen es zutiefst und werden selbst unglaubwürdig.
„Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ So formuliert es Jesus in den Seligpreisungen der Bergpredigt.
Und wieder ist es nur das Handeln, was im Wort stiften verborgen ist, welches den Frieden herbeiführen kann. Sprechen und handeln im Einklang, damit die Worte nicht ungefüllt und leer bleiben.
„Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, sondern Spaltung.“
Welch zunächst befremdliche Aussage. Nicht Frieden, sondern Spaltung.
Ja, Frieden muss geboren werden aus der offenen Auseinandersetzung, dem klaren und ehrlichen Disput. Damit jeder mit dem erreichten Ergebnis auch zufrieden leben kann. Verdecken, nicht benennen und verschweigen werden auf Dauer keinen Frieden bringen.
Jesu Botschaft wird nicht unwidersprochen bleiben können, in einer Welt in der menschliche Ziele und Wünsche regieren. Macht und Machterhalt sind auf allen Ebenen des Lebens das Ziel. Der Weg zum Glauben ist ein Kampf mit Überzeugungen und Gefühlen vor allem in uns selbst.
So bestehet nun in der Freiheit, zu der uns Christus befreit hat. Und lasset euch nicht wieder in ein knechtisches Joch einfangen. Ihr seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr die Freiheit nicht missbraucht. Euch selbst zu leben. Sondern durch die Liebe diene einer dem andern“, schreibt Paulus im Galaterbrief im 5. Kapitel. Wieviel Mühe, wieviel Kampf stecken in diesen Worten. Paulus benennt den inneren Kampf. Besteht nun, schreibt er. „Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen? Nein, sage ich euch“, sondern mühen und kämpfen um den Frieden im Sinne Gottes müsst ihr.
Wir alle sind gefordert, jeder auf seinem Platz.