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O Sohle mio

Datum:
Veröffentlicht: 20.7.25
Von:
Susanne Hoch

110 Jahre Hofer Wallfahrt nach Marienweiher

Vom Scheitel bis zur Sohle waren die Hofer auf ihre diesjährige Wallfahrt nach Marienweiher vorbereitet. Dass am Ende des Tages beides nicht mehr ganz akkurat sitzen würde, ist nach 35 Kilometern nicht verwunderlich. Um 6 Uhr liefen fünf wackere Fußwallfahrer an der Marienkirche los und wurden unterwegs wie immer von der in Konradsreuth gestarteten Abordnung verstärkt. Ab 7 Uhr waren auch die Radwallfahrer unterwegs. Sie konnten mit Johannes den jüngsten Teilnehmer (1¾ Jahre) verzeichnen, der in Johanna sogleich eine passende persönliche Betreuerin fand.

110 Jahre gibt es die Hofer Wallfahrt schon und jedes Jahr zeigt sich aufs Neue: Bei herrlichstem Wetter und begleitet von geistlichen Impulsen miteinander in Gottes wunderbarer Schöpfung unterwegs zu sein, ist ein absolut bereicherndes Glaubens- und Gemeinschaftserlebnis. Vor über 20 Jahren hatte Pfarrvikar Holger Fiedler die Fußwallfahrt in ihrer heutigen Form ins Leben gerufen. Dafür bedankten sich die Fußwallfahrer, indem sie ihm eine Botticino-Fliese mit der Jakobsmuschel überreichten. Ebenso gilt es Dank zu sagen, für die Gastfreundschaft, die Fuß- und Radwallfahrer bei der Rast im katholischen Gemeindezentrum und der Kirche in Helmbrechts genießen durften. Ein herzliches Vergelt’s Gott geht auch an alle, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Wallfahrt unterstützend mitgewirkt haben.

In Weickenreuth kamen schließlich alle zusammen, um nach kurzer Pause die letzten gut zwei Kilometer gemeinsam betend und singend nach Marienweiher zu ziehen. Dort wurden sie traditionsgemäß von einem Pater begrüßt und in die Basilika geleitet. Egal, ob man zu Fuß, mit dem Rad, dem Bus oder dem Auto ans Ziel gelangt war – alle feierten zum Abschluss des Tages mit Pfarrvikar Fiedler ein wunderschönes Wallfahreramt.

Wenn der Zelebrant in der Predigt feststellt, dass der größte Zwischenfall unterwegs, der Verlust einer Schuhsohle war, weiß man: Es muss eine gute Wallfahrt gewesen sein. Manchmal kommt es eben vor, dass etwas Bewährtes sein Ablaufdatum erreicht hat. Dann hilft kein Klammern und Kleben mehr, sondern es muss etwas Neues her, wenngleich man dankbar für die treuen Dienste in der Vergangenheit ist – und das gilt nicht nur für Schuhsohlen.