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Ökumenische Glaubenswoche in Hof

Ökumenische Glaubenswoche 2011
Datum:
Veröffentlicht: 28.10.11
Von:
Pfr. Hans-Jürgen Konrad

Evangelische und Katholische Christen denken über "Segen" nach

Unter dem Thema "Du sollst ein Segen sein" versammelten sich zahlreiche Christen vier Tage lang in Hofer Innenstadtkirchen
Ökumenische Glaubenswoche 2011

Einen guten Zuspruch erfuhr die diesjährige ökumenische Glaubenswoche der Kirchengemeinden St. Johannes, St. Lorenz und St. Marien. Die Glaubenswoche fand vom 16. bis 19. Oktober statt und stand unter dem Motto „Du sollst ein Segen sein“.

Sie begann mit einem Gottesdienst am Sonntagabend in der Marienkirche. Die Mitglieder des Vorbereitungsteams entfalteten verschiedene Aspekte des Segens, indem sie anhand der einzelnen Buchstaben dieses Wortes Verbindungen zu anderen Wörtern herstellten, die mit demselben Buchstaben beginnen und in einen inhaltlichen Zusammenhang zu bringen sind. Die Teilnehmer des Gottesdienstes legten eine Spur mit Teelichtern, die die nach vorne weisende und erhellende Wirkung des Segens deutlich machen sollte.

Schwester Claudia Köberlein vom Ordensreferat der Erzdiözese Bamberg betonte am Montagabend in der Johanneskirche in ihrem Vortrag „Segensreich – ein Leben lang“ das „Viel mehr des Segens“. Sie zitierte den evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer, der Segen als die „sichtbare, spürbare, wirksam werdende Nähe Gottes“ bezeichnete.

Am Dienstagabend präsentierte Schwester Teresa Zukic von den Geschwistern Jesu“ in Pegnitz „sieben Überraschungen aus der Bibel, um gesegnet zu sein“. Dabei wählte sie sieben biblische Erzählungen aus, die jeweils eine Überraschung, die Gott für uns bereithält, verdeutlichen. So ist zum Beispiel eine Überraschung, „dass man mit Gott handeln kann“, wie in der Geschichte von Sodom und Gomorrha veranschaulicht wird. Als anderes Beispiel für eine Überraschung aus der Bibel bezeichnete die Referentin, dass Gott den Kleinen Mut schenkt, wie in der Geschichte von David und Goliath erzählt wird.

Schwester Evelyn Schütze von der Christusbruderschaft Selbitz stellte am Mittwoch mit dem Titel „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ den Kampf von Jakob am Jabbok in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Immer wieder ringen wir wie Jakob um den eigenen Glauben, aber wir leben aus der Hoffnung und auf die Hoffnung hin, dass Gott segnet.

Die Teilnehmer am Mittwochabend waren auch eingeladen, sich als Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht persönlich segnen zu lassen, um ihren Lebensweg von Gott getragen weitergehen zu können.