Ökumenischer Volksfestgottesdienst


Zum Abschluss des Hofer Volksfestes fand im Festzelt ein ökumenischer Gottesdienst mit dem evangelischen Pfarrer Stefan Fischer und dem Leitenden Pfarrer Stefan Fleischmann von der kath. Pfarrei „Bernhard Lichtenberg“ statt.
Zahlreiche Gottesdienstbesucher füllten das Festzelt. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Bezirksposaunenchor des ev. Dekanats Hof unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Georg Stanek. Vertraute Kirchenlieder wie „Gott ist gegenwärtig“ oder „Nun danket all und bringet Ehr“, oder „Geh aus mein Herz und suche Freud“ sowie prägnante Vortragsstücke des Posaunenchors bereicherten die feierliche Handlung. Den Predigttext von den „anvertrauten Talenten“( Mt 25,14-30) trug Hof‘s Oberbürgermeisterin Eva Döhla vor. „ Von den anvertrauten Talenten- oder, was man daraus macht.“ Über dieser anspruchsvollen Thematik dachten die beiden Geistlichen in ihrer zweiteiligen Predigt nach. Stefan Fischer bezog sich auf Jesu Gleichnis: Gott vertraut seinen Knechten und Mägden sein ganzes Hab und Gut an und wie gehen sie damit um? Dabei charakterisierte er die drei Knechte aus dem Evangelium, den ersten als hochtalentiert und selbstbewusst, den zweiten ehe überdurchschnittlich und mutig und den dritten als normal, ängstlich und übervorsichtig und fragte weiter: Mit welchem der drei Knechte können wir uns vergleichen? Wie groß denkt Gott von uns? Was traut er uns zu?
Pfarrer Stefan Fleischmann meinte: „Gott geht in Vorleistung. Denn: Er traut uns etwas zu und vertraut uns etwas an – in besonderer Weise unsere Talente, Fähigkeiten und Charismen.“ Der Geistliche bezieht sich auf das Tagesgebet, in dem es heißt: „Guter Vater, du hast uns verschiedene Gaben geschenkt. Keinem gabst du alles, und keinem nichts. Jedem gibst du einen Teil.“ „Von daher dürfen wir Vertrauen haben“, sagte Stefan Fleischmann „dass die schwindenden Ressourcen innerhalb unserer Kirchen ausreichen werden“: Obwohl die finanziellen Mittel zukünftig nicht mehr so zur Verfügung stehen werden, und personell immer mehr zusammenrücken werden – auch über die konfessionellen Grenzen hinweg- „werden wir weiterhin trotzdem unseren kirchlichen Auftrag erfüllen, den christlichen Glauben leben, feiern und weitergeben.“ Zu einem Glaubenszeugnis in Tat und Wort wünschte der Geistliche Mut, Leidenschaft und Kreativität. Gottes Zuspruch werde zum Anspruch an uns, - auch im gesellschaftlichen Bereich. Unser Glaube wurde uns geschenkt; und dieser drücke sich im Gebet aus. „Wer soll für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit eintreten, wenn wir nicht voranschreiten?“ fragte der kompetente Redner. Auf die Jugend gerichtet, fügte er hinzu: Jede und jeder von euch hat von Gott Talente und Fähigkeiten geschenkt bekommen. Mach etwas daraus! Bring dein Talent, dein Charisma, deine Fähigkeit zum Blühen, träume dein Leben und lebe deinen Traum – dieser Weg führt zum Glück, das sich immer mehr vervielfacht, weil dieser Weg zum wahren Leben führt. Und Jesus Christus wird dabei dein treuer Wegbegleiter sein!“. „Wer sich auf den Weg begibt, hinterlässt Spuren. Wer Großes träumt und denkt, wird auch das eine oder andere Wunder im Leben und in der Welt erfahren!“ .
Mit dem Segenslied „Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen, geh in seinem Frieden, was auch immer du tust“ wurde der Volksfestgottesdienst beendet. Eine sehr schöne Tradition, die man in Hof seit Jahren pflegt.

