Patronatsfest am 21. April 2026 um 18.30 Uhr in St. Konrad.

Die Pfarrei Bernhard Lichtenberg lädt zum Patronatsfest nach St. Konrad ein. Der Gottesdienst findet am Dienstag, 21. April 2026 um 18.30 Uhr statt. Pfarrer Stefan Fleischmann, der dem Gottesdienst vorstehen wird, berichtet, dass dabei auch ein neues Pilger- und Gebetsheft „Auf den Spuren des Heiligen Knrad von Parzham“ vorgestellt wird: „Es ist auf dem Hintergrund von einigen Pfarr- und Pilgerfahrten nach Altötting nach und nach entstanden. Es regt zum Gebet und zur Betrachtung an, aber auch seine Lebensgeschichte kennenzulernen.“ Wer die St. Konradkirche in Hof kennt, weiss, dass eine große Bronzefigur des Heiligen Konrad den Besucher im Eingangsbereich begrüßt: „Der Ort passt ganz genau zum Heiligen Bruder Konrad, der von 1818 bis 1894 gelebt hat. Als Kapuzinerbruder war er viele Jahrzehnte an der Klosterpforte in Altötting und hatte mit Tausenden von Wallfahrern zu tun, die mit vielerlei Anliegen und Bitten zu ihm kamen. Aber auch Handwerksburschen und Kinder aus armen Altöttinger Familien kamen bettelnd an die Pforte“, so Pfarrer Fleischmann. Damals wie heute wird der Heilige Konrad verehrt und um Fürsprache angerufen. „Das kann man daran erkennen, dass Besucher unserer Konradkirche die Figur des Heiligen Konrad berühren, küssen oder sogar abklatschen, und manche haben ihn sogar als Namenspatron.“
Was die Pfarrei damals veranlasste, diese Kirche nach dem Heiligen Konrad zu benennen, sagt Pfarrer Fleischmann: „Den Dokumenten der Grundsteinlegung und der Kirchenweihe folgend hieß die Kirche ursprünglich Zu den heiligen Engeln und zum Heiligen Konrad. Ich nehme an, dass es in den 50er Jahren große Verehrer des Heiligen Konrad in der Hofer Pfarrei gab; zudem wurde 1952/53 – noch vor der Grundsteinlegung der Kirche – die Provinz der Kapuziner gefragt, nach Hof zu kommen und die Gemeinde seelsorgerlich zu betreuen. Diese lehnte jedoch ab.“ Pfarrer Fleischmann forschte im Diözesanarchiv Bamberg, dort heisst es in den Akten, dass „der Grund in der zur Zeit katastrophalen Nachwuchssorge“ liegt. Während sich der Kapuzinerorden damals gegen eine Klostergründung in Hof ausgesprochen hat, ist der Heilige Konrad geblieben.