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Pfarrfamiliennachmittag

Pfarrfamiliennachmittag 2021
Datum:
Veröffentlicht: 7.11.21
Von:
Bernhard Kuhn

Ein Festgottesdienst zum Gedenken des Seligen Bernhard Lichtenberg mit Predigt von Diakon Dr. Alfred Bayer über Christenverfolgung in der heutigen Zeit, sowie die Aufnahme vier neuer Ministranten, und leider auch Verabschiedung der „Altgedienten“ eröffnete den Pfarrfamiliennachmittag der Pfarrei Bernhard Lichtenberg in der St. Konradskirche.

Mit einem großen Einzug, voran eine stattliche Zahl von Ministrantinnen und Ministranten, gefolgt vom Klerus, Pfarrvikar Holger Fiedler, der der Eucharistiefeier vorstand, sowie dem z.Zt. leitenden Pfarrer Dr. Dieter Jung und dem Festprediger Ständigen Diakon Dr. Alfred Beyer. Für die musikalische Gestaltung hatte Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer sich etwas Besonderes ausgedacht. Gemeinsam mit der Sopranistin Aki Yamamura vom Theater Hof und dem Geiger Jens Wilkens von den Hofer Symphonikern musizierte er Werke von Rheinberger und Mendelsohn sowie eigene Kompositionen. Dazu gehörten die von Stühlmeyer komponierten Lichtenberg Lieder, die Komposition für Stimme, Violine und Orgel "Schaut auf den seligen Bernhard" und der Hymnus "Den Erde, Meer und Firmament", der Alterzbischof Dr. Karl Braun gewidmet ist. Diese Darbietungen waren wirklich ein Geschenk für jeden Gottesdienstbesucher!

Nun folgte ein feierlicher Akt: Die Aufnahme neuer Ministranten. Ministranten sind ein „Schatz“ für jede Pfarrei. Es ist die Gruppe junger Menschen, die wohl am engsten mit der Liturgie in Kontakt treten. Es sind die jungen Christen, die am häufigsten in der gottesdienstlichen Versammlung der kirchlichen Gemeinden anzutreffen sind. Es sind junge Christen, die freiwillig und regelmäßig in den katholischen Gottesdienst, insbesondere die Messfeier, gehen. Glaube und Gemeinschaft werden so zu einem spirituellen Gesamterleben, das den eigenen Glauben mehr und mehr vertieft. Natürlich spielt auch die Gemeinschaft unter Gleichaltrigen und Gleichgesinnten eine große Rolle. Pfarrvikar Holger Fiedler hieß herzlich willkommen Martin Kreissl und Carla Reinisch, beide werden ihren Dienst in St. Marien verrichten, Florian Jellbauer in St. Konrad und Emma Edelmann in St. Pius. Auch wurden engagierte Ministranten verabschiedet, dies ist verständlich, wenn junge Erwachsene durch Studium oder Beruf entweder nicht mehr vor Ort sind oder nicht mehr die Zeit haben diesen erhabenen Dienst auszuüben. Pfarrvikar Holger Fiedler bedankte sich bei Hugo, Helena und Paula von der Grün, Maya Weichwald, Luisa Kneitz und Lena Jellbauer -alle dienten in St. Konrad- für ihr Engagement und ihre Liebe zur Kirche mit einem kleinen Geschenk. Insbesondere bedankte er sich beim Oberministranten Dominik Kusmierz für seinen vorbildlich geleisteten Ministrantendienst, der durch sein Wesen, seine Glaubensausstrahlung und sein ganzes Auftreten eine große Vorbildfunktion ausübte. Die Predigt in diesem Festgottesdient übernahm Diakon Dr. Alfred Beyer, er sprach über die derzeit größte Christenverfolgung aller Zeiten! Auf Platz 1 sei im Jahr 2021 wie schon seit 18 Jahren Nordkorea, gefolgt von Afghanistan, Somalia, Libyen, Pakistan, Eritrea, Jemen, Iran, Nigeria, Indien, Irak, Syrien, Sudan, Saudi-Arabien, Malediven, also überwiegend muslimische Länder. Nach aktuellen Schätzungen sind in den 50 Ländern mit der stärksten Christenverfolgung rund 309 Millionen Christen einem sehr hohen bis extremen Maß an Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt, weil sie sich zu Jesus Christus bekennen. Diakon Beyer konnte aber auch positive Meldungen verkünden: Zwischen bedeutenden Teilen der Christenheit im Nahen Osten herrsche angesichts des enormen Verfolgungsdruckes eine nie gekannte überkonfessionelle Einheit. Hinzu komme, dass Christen und Muslime vielerorts aufeinander zugingen, weil sie in ihrer Not ganz einfach aufeinander angewiesen seien und Gewalt ablehnten. Diese neuen, respektvollen Beziehungen stellten einen kleinen Hoffnungsschimmer für künftige Entwicklungen dar. Zur Zeit ist in St. Konrad auch eine Ausstellung über "50 Jahre Ständiges Diakonat im Erzbistum Bamberg". Dazu verwies Alfred Beyer auf die Internetseite https://diakone-bamberg.de/aktuelles/index.html

Nach diesem eindrucksvollen Festgottesdienst gab es Kaffee und Kuchen und „Wärschtla vom Wärschtlamo“ (in diesem Fall eher Wärschtlafra) und natürlich gute Unterhaltung im Pfarrzentrum. Die Jugendband „Believe“ organsierte eine ansprechende Tombola, bei der es nur Gewinne gab. So ging ein sehr schöner Pfarrfamiliennachmittag zu Ende.

Pfarrfamiliennachmittag 2021
Pfarrfamiliennachmittag 2021
Pfarrfamiliennachmittag 2021
Pfarrfamiliennachmittag 2021