St. Otto in einem anderen Licht

Normalerweise präsentiert sich der Sakralraum von St. Otto am Steinweg in schlichtem Weiß und dominierendem Holz. Das sollte sich am Abend des 8. Dezember ändern. Im Rahmen des ökumenischen Moschendorfer Adventskalenders tauchte Gemeindemitglied Bernd Fritscher die Kirche durch eine mehrfarbige Lichtkomposition in eine ungewohnte, fast mystische Atmosphäre. In der Andacht, die Gemeindereferentin Beate Schmid hielt, fühlten sich die Besucher in ein anderes Gotteshaus versetzt. Die weißen Wände, dezent angestrahlt mit gelbem, grünem, rotem und blauem Licht, ließen alles um sich herum vergessen.
LICHT dominierte auch die adventliche Ansprache. Schon als Kinder haben wir unseren Kopf nach dem Licht gedreht. Oder minutenlang vor einer einzigen Kerze gesessen und fasziniert in die Flamme geblickt, die wärmende Flamme gespürt. Was bedeutete das Licht damals für uns Kinder? Was bedeutet es uns heute? Menschen machen sich auf den Weg auf der Suche nach dem Licht, um dem Dunkel in unserer Zeit zu entfliehen. "Gott, Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg", so heißt es in einem Psalm. Ein anderer Psalmbeter bekennt: "Denn bei Dir, Gott, ist die Quelle des Lebens, in Deinem Licht sehen wir das Licht". Die Adventszeit ist die Hinführung auf die Geburt Jesu, dem Licht, das in die Finsternis kommt. Auf dieses Licht können wir vertrauen. Gott schickt es uns. Wir sind Kinder des Lichts. Wir können uns mutig auf den Weg begeben. Gottes Licht ist stärker als das Dunkel. Es ist, er ist das Licht auf unserem Lebensweg.
Nach dem Gottesdienst zeigten sich die Teilnehmenden, ob aus der evangelischen Auferstehungskirche oder St. Otto, beeindruckt, sogar begeistert, und voll des Lobes über die Andacht sowie die gelungene Lichtgestaltung. So - und schon gar nicht in dieser ganz besonderen Beleuchtung - kannte bisher noch niemand "seine Ottokirche".
Auch bei diesem Anlass kam das tiefe Bedauern über das geplante künftige Schicksal der Ottokirche zum Ausdruck. Nicht nur von katholischer sondern vor allem von evangelischer Seite. Danke dafür.






