Sternsinger im Hofer Land

„Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“ heißt das Leitwort der 65. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder die Sternsinger von Tür zu Tür ziehen können. Nach zwei Corona-Wintern mit vielen Einschränkungen dürfen sich Menschen an zahllosen Haustüren wieder auf den persönlichen Besuch der Sternsinger freuen.
So auch im Hofer Land. In den meisten Pfarreien wurde das Hochfest der "Erscheinung des Herrn" feierlich mit Festgottesdiensten und den Sternsingern begangen, die den Gottesdienst mitgestalteten, so auch in der Filialkirche „St. Pius" , in der leitender Pfarrer Stefan Fleischmann dem Gottesdienst vorstand, und in St. Marien mit Pfarrvikar Holger Fiedler.
Sowohl in St. Pius als auch in St. Marien übernahm Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer die festliche musikalische Gestaltung, unterstützt in St. Pius von Claudia Edelmann, Silvia Melzner und Matthias Lenzen, die als erwachsene Könige ihren Dienst antraten. Im Festhochamt in der Stadtpfarrkirche St. Marien musizierten Akyi Yamamura, Sopran und Jens Wilkens, Violine vom Theater Hof und den Hofer Symphonikern gemeinsam mit Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer. Es erklangen Kompositionen des Hofer Dekanatskantors aus seinem Zyklus von Choralfantasien zum Weihnachtsfestkreis sowie “Die Könige” für Sopran, Violine und Orgel von Cornelius. Pfarrer Stefan Fleischmann ermutigte die Sternsingerinnen und Sternsinger zu ihrem vorbildlichen Dienst. „Das was Ihr in diesen Tagen tut, von der Geburt Jesu Christi erzählen, den Segen in die Häuser und Wohnungen tragen, Geld sammeln für die Kinder weltweit, das alles schenkt den Menschen Hoffnung. Auf diese Weise seid ihr Botinnen und Boten der Hoffnung! Euer Stern, den ihr mit tragt, ist ein Hoffnungszeichen! ", sagte der Pfarrer.
In St. Marien stellten die Sternsinger mit ihrer Beauftragen Silvia Melzner das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“ spielerisch der Gottesdienstgemeinde vor. Es ist ein sehr ernstes Thema, denn weltweit leiden Kinder unter Gewalt. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jährlich eine Milliarde Kinder und Jugendliche physischer, sexualisierter oder psychischer Gewalt ausgesetzt sind – das ist jedes zweite Kind. Diese schweren Verletzungen des Kinderschutzes kommen in allen gesellschaftlichen Schichten und in allen Ländern vor. Insbesondere Kinder armer Regionen und Kinder in Notsituationen werden zudem Opfer von organisierter Kriminalität und systematischer Ausbeutung. Diese leidvollen Erfahrungen verletzen die Jungen und Mädchen körperlich und seelisch nachhaltig. Umso wichtiger ist es, Kinder von klein auf zu schützen. Erwachsene müssen deshalb für den Kinderschutz sensibilisiert werden. Denn sie sind dafür verantwortlich, junge Menschen zu schützen. Zugleich müssen sie Kinder stärken, indem sie ihnen ihre Rechte vermitteln und sie darin unterstützen, diese einzufordern und ihre Bedürfnisse auszudrücken.
Bei der 64. Aktion zum Jahresbeginn 2022 hatten die Sternsinger, eingeschränkt durch Hygienevorschriften und Pandemiebedingungen, rund 38,6 Millionen Euro gesammelt. In 8.423 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten hatten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene an der Aktion beteiligt. Rund 1,27 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart 1959, mehr als 77.400 Projektmaßnahmen für benachteiligte und Not leidende Mädchen und Jungen in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt. Träger der bundesweiten Aktion sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Es ist eine „Superaktion der Nächstenliebe“. In der gesamten Pfarrgemeinde Bernhard Lichtenberg" waren teilweise vier Tage lang 35 Gruppen in der Stadt Hof, Tauperlitz ,Döhlau, Konradsreuth unterwegs um als Heilige Drei Könige den Segen „20+C+M+B+23 (Christus Mansionem Benedicat)“ – „Christus segne dieses Haus" in die Häuser zu bringen und dabei Spenden für die Kinderhilfsprojekte zu sammeln. Das verdient höchsten Respekt für die jungen Pfarreiangehörigen und ihren Begleitern! Pfarrvikar Holger Fiedler bedankte sich am Schluss des Festgottesdienst bei der Musikerfamilie Stühlmeyer und nicht zuletzt bei den Sternsingerinnen und Sternsingern, sowie bei der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Silvia Melzner, die mit Gemeindereferentin Mechthild Fröh diese Aktion so vortrefflich vorbereitet hatte. Bevor sich die Sternsinger auf ihren weiteren Weg machten, konnten sie sich erstmal im Pfarrhaus mit einem Stück Pizza und einer Limo stärken. Bei diesem „Meeting“ wurden die beiden Brüder Martin und Benedikt Kreissl und Joseph Schenk von der Presse gefragt, warum sie das eigentlich machen: „Weil es cool ist, weil es Spaß macht, das wir anderen Kindern helfen können!" war die spontane Antwort. Sehr lobenswert! Macht weiter so!



