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„Trägst du dein Kreuz willig, so wird es dich tragen und dich dahin führen, wo alles Leid ein Ende hat.“

Krankensalbung
Datum:
Veröffentlicht: 11.2.23
Von:
Pfarrer Stefan Fleischmann
Liebe Schwestern und Brüder, wenn Sie heute das Sakrament der Krankensalbung empfangen, dann in dem Bewusstsein: Dieser Jesus geht uns immer voran.

„Trägst du dein Kreuz willig, so wird es dich tragen und dich dahin führen, wo alles Leid ein Ende hat.“ (Thomas von Kempen/ 1380-1471)

Liebe Schwestern und Brüder,

wenn Sie heute das Sakrament der Krankensalbung empfangen, dann in dem Bewusstsein: Dieser Jesus geht uns immer voran. Er vergisst uns nicht, denn wir sind seine Weggenossen, die in seiner Nachfolge mitgehen. Und diese Nachfolge Jesu ist auch ein Weg des Kreuzes und des Leidens. Wir wissen jedoch: Am Ende steht der Sieg.

„Trägst du dein Kreuz willig, so wird es dich tragen und dich dahin führen, wo alles Leid ein Ende hat.“

Wenn wir von Jesus sprechen, dann nennen wir ihn auch gerne Heiland,

  • einer, der ganzheitliches Heil in meinem Unheil schenkt,
  • einer, der Trost in meiner Trostlosigkeit schenkt,
  • einer, der inneren Frieden in meiner Unzufriedenheit schenkt.

Diese Erfahrungen haben die Menschen gemacht, die vor uns gelebt und an Gott geglaubt haben. Wir wissen, wir kommen oft nicht am Leid vorbei, aber Jesus kommt auf jeden Fall mit hinein. Er ist dabei, er hält bei uns aus, auch und gerade, wenn nichts mehr zum Aushalten ist und sich andere längst verdrückt haben.

„Trägst du dein Kreuz willig, so wird es dich tragen und dich dahin führen, wo alles Leid ein Ende hat.“

Trost im Sinne der Bibel heißt: „Gegenwart Gottes im Leid.“ Der Kirche und den Gläubigen wird dieser Trost in vielen Psalmen zugesprochen: Im Psalm 138 heißt es: „Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt: du bist vertraut mit all meinen Wegen. Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge, du, Herr, kennst es bereits. Du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich.“

Dieser Trost und diese Nähe werden uns im Sakrament der Krankensalbung zugesprochen. Stirn und Hände werden gesalbt als Zeichen dafür, dass der Mensch ein Handelnder und Denkender ist, der immer wieder Ausschau hält nach diesem Heil Gottes. „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mir der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.“

„Trägst du dein Kreuz willig, so wird es dich tragen und dich dahin führen, wo alles Leid ein Ende hat.“

Dass Sie das immer wieder spüren, das wünsche ich Ihnen von Herzen.

Amen.