Zum Inhalt springen

Viel los beim Frauenbund

Frauenbund Ebrach
Datum:
Veröffentlicht: 28.6.18
Von:
Sieglinde Palitza

Ebrach: nicht Gefängnis sondern Kirche

Die Frauenbundsstudienfahrt eröffnete heuer den Blick für eine ganz besondere Kirche in einem kleinen Ort, den viele mit einem Jugendgefängnis in Verbindung bringen. Entstanden aus einem Zisterzienserkloster ist für dieses Gotteshaus sicher einzigartig, dass dort 3 Orgeln für die musikalische Begleitung der verschiedenen Gottesdienste sorgen können. Die verschiedenen Klangfarben brachte ein Organist zu Gehör, natürlich mit fachkundigen Erläutertungen; zuletzt kam die Hauptorgel gewaltig und beeindruckend zum Einsatz, hierbei schauten einige Frauen dem Organisten sogar über die Schulter und hatten so ein Klangerlebnis der besonders intensiven Art.

Geschichtsträchtige Fakten erfuhren wir unter fachkundiger Führung, ein besonders Highlight war die Erläuterung eines besonderen, wohl einmaligen bildnerischen Kunstwerkes, das darstellt, wie Josef ganz zärtlich das Jesuskind im Arm hält und die erschöpfte Maria so sichtbar entlastet....

Natürlich gehört zur Studienfahrt auch die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen, gutes Essen zu genießen und Gottesdienst mit unserem geistlichen Beirat Herrn Pfarrer Wiedow gemeinsam zu erleben.

Unser Jahresmotto: Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen und neu beginnen ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde, dass Friede werde unter uns ist spürbar gewesen! Solche Tage sind wertvoll und die Freude über Erlebnisse in Gemeinschaft halten lange nach!

 

Fußball als Ersatzreligion?

Gerade jetzt, wo die Fußballweltmeisterschaft in vollem Gange ist, hätte die Themenauswahl nicht besser passen können: 30 interessierte Männer und Frauen hörten den Ausführungen eines ausgewiesenen Fußballexperten, unseres Pastoralreferenten Georg Kaiser, gespannt zu.

Religion als Suche nach dem tieferen Sinn des Lebens , inwieweit kann hier König Fußball , bzw ein „Fußballgott“ die Leere füllen , sogar sinngebend sein? Erstaunliche Parallelen zu religiösen, christlichen Riten erstaunten im Laufe des lebendigen und fesselnden Vortrages die Zuhörerschaft: Fußballspieler küssen einen gewonnen Pokal, der Priester den Altar, Fanschals werden als Ausdruck der Zugehörigkeit zum Verein stolz und „mit Würde“ getragen, der Priester trägt Stola, Fans klatschen begeistert ihre Stars ab, jeder will bei öffentlichen Auftritten den Papst berühren, Fußballer bekreuzigen sich vor den Spielen und berühren den Rasen. Es gab viele anschauliche Beispiele, unter anderem auch zu Gottesbegriffen für berühmte Fußballspieler oder Vereine wie „Sohn Gottes“, Hand Gottes, Die Entwicklung von Gewalt auf dem Fußballfeld und der Einzug von materieller Entlohnung in Form von Geld auch im niederklassigen Spielbetrieb eröffnen ganz andere Perspektiven, die nicht nur die Leichtigkeit sportlichen Kräftemessens erkennen lassen.

Dennoch ist die wertvolle vermittelnde Funktion dieses Mannschaftsportes das wesentliche Merkmal überhaupt und aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken!

Frauenbund Ebrach
Fußball als Ersatzreligion