Vortrag beim Frauenbund

Thérèse von Lisieux, heitere Heilige, starke Frau und Schwester im Leiden
„Thérèse von Lisieux, heitere Heilige, starke Frau und Schwester im Leiden“ Eine Spurensuche. So hatte Frau Christine Lorenz ihren Vortrag genannt, den sie am 17. Januar vor den interessierten Frauen des Frauenbundes hielt. Und suchen muss man nach der „Kleinen Theresia“, auch wenn viele Gläubige sie lieben und um ihre Hilfe bitten. Lisieux, wo ihr Leib in der Kapelle der Unbeschuhten Karmeliterinnen ruht, ist nach Lourdes der zweitgrößte Wallfahrtsort Frankreichs.
Geboren wurde sie am 2. Januar 1873 als Marie-Francoise Thérèse Martin in einer begüterten, frommen Familie. Schon als 15-Jährige wollte sie, wie mehrere ihrer Schwestern, in den Orden der Karmeliterinnen eintreten. Als 17-Jährige legt sie die Ewige Profess ab und nimmt den Ordensnamen „Theresia vom Kinde Jesus und dem heiligen Antlitz“ an. Das Ordensleben ist hart, Der von ihr vertretene „kleine Weg“ geht davon aus, dass der Mensch seine Armut vor Gott erkennen und alles von Gottes Liebe erwarten soll. In ihrer Autobiographie „Geschichte einer Seele“ beschreibt sie ihre geistlichen Erfahrun¬gen. Auf dem Krankenbett (sie litt an Tuberkulose) verfasste sie weitere Briefe, Gedichte und Gebete, die von ihren Mitschwestern aufgeschrieben wurden. Am 30. September 1897 starb sie mit nur 24 Jahren. Im April 1923 wurde sie selig- und im Mai 1925 heiliggesprochen. 1997 ernannte Papst Johannes Paul II. sie zur Kirchenlehrerin, obwohl sie nie gelehrt hat. Doch die Gedanken, Gefühle und spirituellen Erfahrungen, die sie in ihren Schriften niederlegte, sind Anregungen für viele Menschen.