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Warmherzige Musikerin und mitreißende Pädagogin

Trauerfeier für Natalia am 24. 1. 2024
Datum:
Veröffentlicht: 25.1.24
Von:
Dr. Ludger Stühlmeyer

Am 16. Januar 2024 ist unsere Natalja Vengerowskaia, langjähriges Mitglied des Hofer Kirchenmusikteams, verstorben. Ihr Tod kam unerwartet, die Folge eines schweren Schlaganfalls, den sie am 13. Januar erlitten hat, als sie sich gerade darauf vorbereitete, zu einem Gottesdienst zu fahren, den sie, wie immer am Samstagmorgen, spielen wollte. Die Trauerfeier, dessen liturgische Leitung Pfarrer Holger Fiedler hatte, fand am Mittwoch, den 24. Januar statt; Lea Stühlmeyer sang dabei Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und Ludger Stühlmeyer.

Ihr Tod ist kennzeichnend für das Leben, das Natalja geführt hat, ein aktives Leben, in dem sie immer und auf vielfältige Weise für andere da war. Dies gilt zuerst und vor allem für ihre Familie, die Natalja sehr wichtig war und am Herzen lag, aber auch seit über 25 Jahren für unsere Gemeinde. Natalja hat in all den Jahren, in denen sie zu unserem Team gehörte, niemals nein gesagt, wenn ich sie gebeten habe, einen Gottesdienst zu übernehmen. Ohne sie wäre in vielen Gottesdienst keine Musik erklungen und ihr bis zuletzt engagierter, zuverlässiger und mit großer Freude ausgeübter Dienst wird eine Lücke hinterlassen, die wir nicht immer werden schließen können.

Viele Jahre hat sie Messen in St. Pius übernommen, oft in St. Konrad und regelmäßig in St. Otto, in St. Johannes Nepomuk Feilitzsch und in der Kapelle der Justizvollzugsanstalt Gottesdienste musikalisch versorgt. Viele Jahre hat sie in Hof auch einen Chor geleitet. Musik war Nataljas Lebenselement und ihre Begeisterung für die Welt der Klänge hat sie mit vielen Menschen geteilt. Darüber hinaus war sie sehr belesen und liebte Bücher.

Natalja wurde am 30. Juni 1946 in Rostow am Don geboren und hat am berühmten St. Petersburger Konservatorium studiert. Sie ist im Jahr 1995 mit ihrem Mann Vladimir Plakidin und ihren Söhnen Peter und Alexej nach Hof gekommen, um ein neues Leben aufzubauen. 44 Jahre war sie mit Vladimir verheiratet, dessen Karriere als ausgezeichneter Pianist und dessen Wirken an der Orgel und als mein ständiger Vertreter sie immer nach Kräften und mit großem Stolz unterstützt hat. Unzählige Schülerinnen und Schüler haben sie als begeisternde Pädagogin kennengelernt und sind von ihr in der eigenen Musikschule, die sie in Hof gründete, in die Welt der Musik eingeführt worden.

Wer sie kennenlernen und ihre Freundschaft erleben durfte, weiß: Natalja war eine engagierte, hilfsbereite, inspirierende und warmherzige Frau, die – egal ob sie Gäste bewirtete, ihren Chor leitete, Schüler unterrichtete oder im Gottesdienst die Orgel spielte, alles mit Liebe tat. Diese Liebe hat ihre Spuren in den Herzen vieler hinterlassen. Dafür bin ich dankbar – wir werden sie nicht vergessen!