Weihnachtsmarkt und Adventsfensteröffnung
Der 13. Dezember 2023 auf der Kolpingshöhe stand ganz im Zeichen der Vorweihnachtszeit. Am Nachmittag verwandelte sich die Cafeteria des CARITAS-Seniorenzentrums St. Otto in einen kleinen Weihnachtsmarkt für Heimbewohner, Angehörige und Gäste. Und nach einer Andacht um 18:00 Uhr in der St. Otto-Kapelle folgte die von allen mit Spannung erwartete Öffnung eines Fensters im Rahmen des Moschendorfer Adventskalenders mit anschließendem gemütlichen Beisammensein.
Bereits am frühen Nachmittag herrschte in der Cafeteria lebhafter Betrieb. Heimleiterin Angela Limmer und Ergotherapeutin Doreen Kornbacher trafen mit ihrem fleißigen Team zusammen mit Haustechniker Bernd Fritscher alle notwendigen Vorbereitungen für ein gutes Gelingen und schufen eine wunderbare adventliche Atmosphäre. Bereits vor dem offiziellen Beginn stellten sich die ersten Bewohner des Heimes, Angehörige und Gäste ein. Zusehends füllte sich der Raum im Lauf des Nachmittags mit weiteren Besuchern und Mitgliedern der evangelischen und katholischen Gemeinden von Auferstehungskirche und St. Otto.
Der kleine Weihnachtsmarkt mit Glühwein, Waffelbäckerei und Bratwurststand lud zum Genießen ein und auf dem Basar mit Adventsgestecken, Bastelarbeiten und Gestricktem fanden sich viele Geschenkideen.
Kaum fassen konnte die St. Otto-Kapelle alle Besucher der Adventsandacht, die vom St.-Otto-Sachausschussvorsitzenden Ulrich Tschoepe gehalten wurde. Neben den Heimbewohnern in ihren Rollstühlen wurden zusätzliche Stühle bereitgestellt, so dass schließlich an die 60 Gläubige die Kapelle füllten.
Bei seiner Begrüßung betone Ulrich Tschoepe den ökumenischen Hintergrund. Intensive Kontakte mit der evangelischen Kirchengemeinde Moschendorfs haben vor vielen Jahren dazu geführt, dass sich St. Otto regelmäßig am Adventskalender beteiligt, in diesem Jahr nun erstmals im neuerbauten CARITAS- Seniorenzentrum St. Otto. In ökumenischer Verbundenheit wurde die Andacht wechselweise gestaltet. Während die beiden Lesungen aus der Hl. Schrift von den Prädikanten Erika Pöllmann und Helmut Ruckdeschel von der Auferstehungskirche vorgetragen wurden, erzählte Ulrich Tschoepe eine Weihnachtsgeschichte. Alles wurde durch gemeinsame Gebete und Adventslieder eingerahmt.
Am Ende der Andacht verriet Herr Tschoepe, was es mit den Tannenzweigen am Altar, an die viele Kärtchen angehängt waren, auf sich hat: auf den Kärtchen standen Wünsche und Anliegen von Heimbewohnern, z. B. „Wer spielt mit mir Schach?“, „Wer singt mit mir?“, „Ich sitze im Rollstuhl, wer unternimmt mit mir eine Umrundung des Untreusees?“. Dieser „Wunschbaum“ ist ein besonderes Anliegen von Heimleiterin Angela Limmer, um den Heimbewohnern Kontakte zu vermitteln, wenn z.B. keine Angehörigen oder Bekannte vor Ort sind. Herr Tschoepe bat darum, dass möglichst viele Kärtchen von den Zweigen abgenommen werden, um Wünsche der Bewohner zu erfüllen und einsamen Menschen die eine oder andere frohe Stunde zu schenken.
Am Ende der Andacht strömten alle in die angrenzende Cafeteria um sich die Öffnung des Adventsfensters nicht entgehen zu lassen. Auf ein Zeichen hin wurde der Vorhang geöffnet und ein vielfarbiges, transparentes Fensterbild erstrahlte im Gegenlicht. Das meisterhaft von Ulrich Tschoepe gestaltete Adventsbild zeigt einen Engel, der an einem Lichtstrahl zur Erde gleitet und den Menschen die Nachricht von der bevorstehenden Geburt des Gottessohnes verkündet. Mit anhaltendem Applaus bedachten die Anwesenden den Künstler, der ja auch schon in vielen Jahren vorher die Adventsfenster in St. Otto gestaltet hatte. Viele Fragen musste Herr Tschoepe im Laufe des Abends zum ca. 110 cm x 75 cm großen Fensterbild beantworten. Vor allem die Übertragung der 15 hauchdünnen Farbfolien, aus der das Bild besteht, an die Fensterscheibe, war eine äußerst heikle Angelegenheit, die auch das handwerkliche Geschick von Bernd Fritscher herausforderte. Beide, Ulrich Tschoepe und Bernd Fritscher, kamen aus Angst über das Nichtgelingen recht ins Schwitzen und haben, wie man hörte, sogar den Heiligen Otto um Hilfe angefleht. Wie das gelungene Werk zeigt, ließ er die beiden nicht im Stich.
Zur Erinnerung an diesen gelungenen Abend erhielten die Besucher ein Foto des Fensterbildes, eine Geste, die gut ankam.
Für das anschließende gemütliche Beisammensein sorgte das Team um Heimleiterin Angela Limmer für Glühwein und Adventstee und St. Otto mit dem Team um Brigitte Tschoepe füllte immer wieder die Teller mit Plätzchen und Lebkuchen.
Bei allen Besuchern kam diese gemeinsame Veranstaltung von Seniorenheim und St. Otto sehr gut an, was auch die großzügigen Spenden ausdrückten. Dafür bedanken sich Heimleitung und St. Otto an dieser Stelle ganz herzlich.
Ein großes Dankeschön hier auch allen, die diesen Nachmittag und Abend organisiert und gestaltet haben, die zum Gelingen von Adventsmarkt, Andacht und Moschendorfer Adventskalender beigetragen haben. Und es ist sicher der Wunsch aller, dass weitere gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen in diesem Rahmen auf der Kolpingshöhe folgen.