"Wir brauchen neue Entscheidungen"

Ezbischof Herwig Gössl ist jetzt gut 100 Tage im Amt und ackert sich durch eine Fülle an Aufgaben. Im Gespräch mit dem Fränkischen Tag gibt er einen Einblick.
Frage: Herr Erzbischof Gössl, welche erste Bilanz ziehen Sie nach 100 Tagen im Amt?
Erzbischof: Ich glaube, 100 Tage sind jetzt kein Anlass, Bilanz zu ziehen. Ich merke, dass ich sicherlich von meinem Zeitmanagement her noch manches umstrukturieren muss. Ich brauche auch einfach Zeiten zur Vorbereitung und zur Schreibtischarbeit. Das heißt, ich kann nicht ständig Termine annehmen, ich muss auch irgendwann mal das, was bei den Gesprächsterminen angesprochen und auch an Problemlagen dargestellt wird, bearbeiten können. Sonst funktioniert das nicht und es gibt sozusagen einen Stau in der Pipeline. Aber ich denke, das bewältige ich ganz gut.
Frage: Und die Balance zwischen Arbeit und Freizeit klappt noch?
Erzbischof: Freizeit ist ein kritisches Wort.
Frage: Die Zeit reicht aber zum Gummibärchen kaufen?
Erzbischof (lacht): Ich bin eigentlich gar kein so großer Fan von Gummibärchen, das hat meine Nichte in die Welt gesetzt. Gut, ich esse sie schon, aber die, die ich anlässlich meiner Amtseinführung geschenkt bekommen habe, die habe ich dem BDKJ für die Vollversammlung auf Burg Feuerstein mitgebracht, und die sind dort ganz gut damit fertig geworden.
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