„Wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes“


Pfarrer Stefan Fleischmann begrüßte die zahlreichen Gottesdienstbesucher, die das Festzelt füllten, insbesondere Hof's Oberbürgermeisterin Eva Döhla, ihre beiden Stellvertreter Angela Bier und Sebastian Auer, sowie seine Kollegin von der evangelischen Kirchengemeinde "Hof-Mitte" Pfarrerin Anette Jahnel. Er bedankte sich ganz herzlich bei allen Mitwirkenden, den beiden Lektorinnen Ilse Innmann von der evangelischen Kirche und Gemeindereferentin Mechthild Fröh aus der katholischen Pfarrei, den Bezirksposaunenchor des ev. Dekanats Hof unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Georg Stanek, beim Marktmeister Uwe Voigt sowie beim gesamten Team von Stadt und Festwirt, bei allen, die den Gottesdienst vorbereiteten und zum guten Verlauf beigetragen haben. Pfarrer Stefan Fleischmann freute sich über die ökumenische Verbundenheit, „die wir hier nicht nur zelebrieren, sondern auch leben", sagte der Geistliche. Vertraute Lieder des Posaunenchores wie „Dich rühmt der Morgen" oder „Geh aus mein Herz und suche Freud" oder „Großer Gott wir loben dich“, sowie prägnante Vortragsstücke des Chores bereicherten die feierliche Handlung, die ganz im Zeichen der Hoffnung stand. Einen hoffnungsvollen Psalm, nämlich den Psalm 139, trug im Wechsel mit der Gemeinde die gute Seele der evangelischen Pfarrei Ilse Innmann vor.
Pfarrerin Anette Jahnel bezog sich in ihrer einfühlsam Predigt auf den Römerbrief der im 5. Kapitel die Hoffnung auf den Punkt bringt, in dem es heißt: „Durch ihn haben wir auch im Glauben den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes". Paulus weiß, dass es manchmal nötig ist, Schwierigkeiten des Lebens durchzuhalten, sagte Pfarrerin Jahnel. Dies gelinge, wenn Christen einander helfen, einander beistehen und gemeinsam den Schwierigkeiten entgegentreten. Wo das praktiziert werde, entstehe inmitten der Sorgen und Probleme eine kleine Insel des Friedens, des Shaloms, von dem Paulus schreibt.
Auf das Durchhalten komme es an! Nach der überstandenen Krise wachse neue Stärke. Christen bestehen mit Gottes Hilfe die Krisen des Lebens und erfahren, was Paulus schreibt: Bewährung bringt Hoffnung.
Im Vertrauen darauf, dass Gott mit uns geht, dass wir in seiner Liebe geborgen sind und dass uns sein Heiliger Geist immer wieder stärken wird, dürfen auch wir voller Hoffnung in die Zukunft gehen“, schloss die Pfarrerin ihre emphatische, zu Herzen gehende Predigt.
Vor dem Schlusssegen wurde auf de Kollekte hingewiesen, die, wie schon in den vergangenen Jahren, an die „Hofer Tafel“ geht. Zweiter Vorstand der Tafel, Volker Radenz, stellte kurz den wohltätigen Verein vor, den es seit 20 Jahren in Hof gibt, und der ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern geführt wird. Der Verein rettet Lebensmittel, um Armut zu lindern und schlägt eine Brücker zwischen Überfluss und Mangel. Er sammelt nicht mehr marktgängige Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs bei Handwerk, Einzel- und Großhandel, Industrie und Erzeuger, bereitet die gesammelten Lebensmittel auf und unterstützen mit diesen Waren bedürftige Menschen. Der Verein ist aber kein Versorgungsbetrieb. Er unterstützt in Hof ca. 2000 Menschen in knapp 900 Familien mit wöchentlich ca. 1500 Tüten. Der Verein lebt ausschließlich von Spenden, ehrenamtlichen Warenspendern und, ganz wichtig, von Geldspendern, um die Betriebskosten, Energiekosten für Fahrzeuge und Kühlzellen und für Verpackungsmaterial zu decken. Was die Hofer Tafel 52 Wochen im Jahr leistet, verdient höchste Anerkennung!
Mit dem Segenslied „Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen“ den dann die beiden Geistlichen erteilten, wurde schließlich der ansprechende Volksfestgottesdienst beendet. Eine sehr schöne Tradition, die man in Hof seit Jahren pflegt!
Bernhard Kuhn
Tel.: 017643386218

