Wort-Gottes-Feier mit bischöflicher Beauftragung durch Erzbischof Dr. Ludwig Schick

In einer feierlichen Wort-Gottes-Feier in der Pfarrkirche „St. Franziskus“ in Schwarzenbach a. d. Saale wurden 12 Frauen und 7 Männer aus den katholischen Seelsorgebereichen Hofer-Land, Frankenwald, Kronach und Bayreuth durch Erzbischof Dr. Ludwig Schick zu Gottesdienstbeauftragten bestellt. Die musikalische Umrahmung gestalteten Martin Wolfers-Mildner an der Orgel und die ehemalige Jugendbeauftragte der Schwarzenbacher Pfarrei, Marina Schubert, Gesang.
Diese bereits für den 27. März 2020 geplante Beauftragungsfeier musste aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Der von Pastoralreferentin Silke Weiser-Oberkofler geleitete Kurs, der im November 2018 begonnen hatte, endete nun im Januar dieses Jahres. Der Ausbildungsumfang umfasste 13 monatliche Treffen am Abend zu Hintergrund, Theologie und Aufbau der sonn- und werktäglichen Wort-Gottes-Feier, einen Studientag zum Thema Bibel und einen Abschlusstag, an dem eine sonntägliche Wort-Gottes-Feier erarbeitet wurde. Die Beauftragung erfolgt zunächst für 5 Jahre für den Seelsorgebereich, zu dem die Pfarrei gehört, aus der die Teilnehmer stammen. Eine Verlängerung erfolgt auf Antrag des Leitenden Pfarrers des Seelsorgebereiches. Die Gottesdienstbeauftragten werden u. a. in ihren Pfarreien die Vorbereitung und Leitung von sonn- und werktäglichen Wort-Gottes-Feiern, verschiedene Andachtsformen, Betstunden, Bußgottesdiensten, Segensfeiern und von der Tagzeitenliturgie übernehmen.
Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßten Pfarradministrator Dr. Dieter Jung und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Heidi Hornig den hohen Gast aus Bamberg sowie die anwesenden Pfarrer und pastoralen Mitarbeiter aus den Seelsorgebereichen und nicht zuletzt die zu Beauftragenden. Nach dem Taufgedächtnis und der Verkündigung des Wortes Gottes wandte sich der Erzbischof in einer Mut machenden Ansprache an die Kandidaten.
„Das Wort Gottes zu feiern, soll zu Herzen gehen. Ihr Auftrag soll zur Freude werden“, sagte der Bamberger Oberhirte. „Ihr Dienst ist in der Pandemie noch einmal wichtiger“, betonte der Erzbischof, da kleinere Gottesdienste öfters stattfinden müssten. „Das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor. Prüft, was dem Herrn gefällt, so lesen wir im Epheserbrief. Wir brauchen mehr Wahrheit und mehr Licht!“, sagte Dr. Ludwig Schick. Unsere Welt und unser Leben sei zerbrechlich, aber wir müssten daran nicht zerbrechen, wenn wir nur achtsam mit der Schöpfung umgingen und Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit bewahrten. Auch das Corona-Virus könne beherrschbar werden, meinte der Erzbischof, wenn wir einander helfen und darum beteten, dass das, was die Wissenschaftler erforschen, nützlich werde. „Feiern Sie das Wort Gottes!“, legte der Erzbischof den zu Beauftragenden ans Herz. Wort Gottes zu feiern sei lebensnotwendig, um aus dem Wort Gottes Leben und Wahrheit zu empfangen. „Feiern Sie das Wort Gottes, damit das Wesentliche zum Ausdruck kommt.“ Die Gottesdienste sollen stiller, besinnlicher und hörender werden, um aus dem Wort Gottes dem Mitfeiernden auch etwas mitzugeben. Es solle kein Aktionismus werden, der die Gottesdienste aufblähe und Gottes Wort verdunkle, auch keine Konkurrenz zur Eucharistiefeier. „Wenn Sie das Wort Gottes feiern, werden Sie dankbar von Gottes gutem Geist geleitet, der Sie mit Trost und Kraft erfüllt!“, fuhr der Erzbischof fort. Gottes Wort bringe Licht und Wahrheit hervor, dass wir daraus leben und das sollten wir auch spüren lassen. Durch Stille, Schweigen, Meditation und Kontemplation könne sich der Gottesdienstbeauftragte vorbereiten, um das Wort Gottes den Menschen und der Menschheit gut zu vermitteln. „Feiern Sie das Wort Gottes!“ rief der Erzbischof noch einmal den zu Beauftragenden zu! „Am Ende werden wir einst der vollen Sonne entgegen gehen! Sie wird uns empfangen im Licht! Darum müssen wir auch unseren Beitrag leisten, dass es in den Herzen der Menschen Licht werde.“ Der Bamberger Oberhirte bedankte sich bei den zu Beauftragenden für ihre Zeit, die sie aufgewendet haben, bei deren Ausbildungsleiterin PR Silke Weiser-Oberkofler, bei den zuständigen Pfarrern und pastoralen Mitarbeitern, die den Kurs 43 im Erzbistum Bamberg begleiteten.
Schließlich kam der große Augenblick, die bischöfliche Beauftragung für den liturgischen Dienst in der Wort-Gottes-Feier. Die zuständigen Pfarrer und pastoralen Mitarbeiter aus den Seelsorgebereichen baten den Erzbischof um die Beauftragung ihrer Mitarbeiter. Für den Seelsorgebereich „Hofer Land“ stellten Pfarradministrator Dr. Dieter Jung und Gemeindereferentin Mechthild Fröh folgende Damen und Herren vor: Walburga Arnold, Hugo Philipp, Astrid Schubert, Monika Vogt und Franz Walther aus der Pfarrei St. Franziskus Schwarzenbach/Saale, Petra Biller, Stefan Illek und Manuela Kolbe aus der Pfarrei St. Josef- Rehau sowie Markus Reinisch und Detmar Wilczek aus der Pfarrei Bernhard Lichtenberg in Hof. Dekan Pfarrer Detlef Pötzl und Pfarrer Thomas Hauth aus dem Seelsorgebereich Frankenwald baten den Bischof um Beauftragung für Uwe Thoma aus Kuratie Rosenkranzkönigin in Wickendorf, Gisela Kaiser aus Heilig Geist Ludwigstadt, Gerlinde Hilbert aus Herz-Jesu Pressig, Anne Neubauer aus Mariae Himmelfahrt Teuschnitz, Erika Jungkunz aus St. Bartholomäus Rothenkirchen, Christina Punzelt aus St. Jakobus Tschirn und Veronika Heublein aus St. Michael in Reichenbach. Pfarrer Michael Gräf aus dem Seelsorgebereich Bayreuth bat um Beauftragung für Dr. Julica Zacharias aus Heilig-Kreuz Bayreuth. Pastoralreferentin Dr. Sarah Maria Röck-Damschen aus dem Seelsorgebereich Kronach stellte Sebastian Rauer aus St. Katharina in Neukenroth als zu Beauftragenden vor. Nach dem Heilig-Geist-Hymnus erklärten die Kandidaten vor dem Bischof ihre Bereitschaft zum Dienst, worauf Erzbischof Dr. Ludwig Schick mit Segensgebet und bischöflichem Segen die Beauftragung erteilte. Marina Schubert erfreute daraufhin mit ihrer Soloeinlage „You raise me up“ die Gottesdienstbeauftragten und alle Anwesenden. Mit Lobpreis Bitte und dem Schlusslied „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“ endete der Gottesdienst, der wohl allen Gottesdienstbesuchern noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird.

