Das Hirtenwort unseres Erzbischofs Dr. Ludwig Schick zum Beginn der Fastenzeit 2022
„Wir sind heute in einer anderen Welt aufgewacht.“ Wie recht unsere Außenministerin hat! Auch in der anderen Welt macht sich Gott nicht aus dem Staub und möchte bei uns zu Gast sein- jeden Tag neu! Jeder Mensch sollte dabei nicht vergessen, selbst Gast auf dieser Welt zu sein und sich wie ein „guter Gast“ zu verhalten.
Wo kommen wir dahin, wenn wir Jesu Worte von der Feindesliebe im Alltag beherzigen?
Die Seligpreisungen im Matthäus- und Lukasevangelium zeigen, was Jesus unter Glück versteht.
„Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“ So sangen junge Leute immer sehr gerne im Studierendengottesdienst im Priesterseminar. „Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“
Jeder von uns kennt dieses Evangelium von der Hochzeit zu Kana. Meine Heimatgemeinde hat diese Geschichte auch als Krippenszene festgehalten – sehr überwältigend – davor zu stehen und die Details zu sehen: Menschen, die in der Küche beschäftigt sind, mit Servieren und Musikinstrumenten, dazu die Hochzeitsgäste und die Brautleute. Es macht aber auch Freude, das Gesamtbild anzuschauen, wie alles zusammenhängt und aufeinander abgestimmt ist.
Jeder von uns kennt Kirchenlieder, die er ganz besonders gerne singt. Eines meiner Lieblingslieder ist die Nr. 870 „Fest soll mein Taufbund immer stehn.“. Dieses Lied passt sehr gut zum heutigen Fest „Taufe des Herrn“, da wir uns heute auch an unsere je eigene Taufe erinnern.
Als ich im Dezember den Seelsorgebereich „Hofer Land“ sozusagen abgefahren bin, haben mich einige Kirchen an ein Zelt erinnert. Ich staune da immer über die jeweilige Dachkonstruktion, die mir das Gefühl gibt, beschützt, aufgehoben, geborgen zu sein.